Die politische Ausrichtung der Vereinigten Staaten hat durch den militärischen Eingriff in Venezuela eine neue und besorgniserregende Dimension angenommen. In einer überraschenden Offensive gelang es den US-Streitkräften, den venezolanischen Staatschef Nicolás Maduro sowie seine Ehefrau festzunehmen und aus dem Land zu entfernen. US-Präsident Donald Trump lobte den erfolgreichen Ablauf der Operation und bestätigte, dass Maduro nun außer Landes sei.
US-Vize-Außenminister Christopher Landau verkündete stolz das Ende dessen, was er als „Tyrannen“ bezeichnete. Darüber hinaus betonte der US-Vizepräsident JD Vance die unaufhaltsame Reichweite der amerikanischen Justiz, der sich niemand — auch nicht in der venezolanischen Hauptstadt Caracas — entziehen könne. Auf der anderen Seite der Welt zeigt sich Venezuela mit einem unnachgiebigen Standpunkt. Verteidigungsminister Vladimir Padrino versicherte, dass dieser Angriff das Land keineswegs brechen werde. Gleichzeitig äußerte Vizepräsidentin Delcy Rodríguez ernsthafte Bedenken über den Verbleib Maduros und seiner Frau.
Internationale Kritik an dem Vorgehen der USA ließ nicht lange auf sich warten. Der demokratische Senator Ruben Gallego aus Arizona äußerte seine Empörung darüber, dass sich die Vereinigten Staaten von einem selbsternannten Weltpolizisten zu einem „Weltmobber“ gewandelt hätten. Auch wichtige internationale Akteure wie Russland und der Iran verurteilten das Vorgehen scharf. Moskau besteht darauf, dass die Vorwände der USA unbegründet seien und fordert die strikte Einhaltung des Völkerrechts. Teheran betrachtet den Eingriff als einen klaren Verstoß gegen die UN-Charta.
Von der südamerikanischen Hemisphäre bis zu nahöstlichen Gefilden erstreckte sich die Welle der Verurteilung. Brasiliens Präsident Luiz Inácio Lula da Silva sowie der israelische Oppositionsführer Jair Lapid kommentierten das Vorgehen der USA als gewaltsam und unverhältnismäßig. Selbst die Europäische Union, mit Stimmen von EU-Ratspräsident António Costa und der Außenbeauftragten Kaja Kallas, appellierte eindringlich an die Wahrung des internationalen Rechts und forderte zur Deeskalation der Spannungen auf.
Eine scharfe Kritik kam ebenfalls aus Deutschland, wo Jan van Aken, der Vorsitzende der Linkspartei in Berlin, Trumps Vorgehen als „brutalen Staatsterrorismus“ bezeichnete, da dieses die Grundsätze des Völkerrechts grob verletze. Die internationale Gemeinschaft steht vor der Herausforderung, die Einhaltung globaler Rechtsnormen zu gewährleisten, um den Frieden und die Stabilität in der Region zu bewahren.