22. Februar, 2024

Politik

Politiker fordern höhere Pendlerpauschale zur Entlastung von Autofahrern

Politiker fordern höhere Pendlerpauschale zur Entlastung von Autofahrern

Um die durch steigende Mobilitätskosten belasteten Autofahrer zu unterstützen, plädiert Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer für eine Erhöhung der Pendlerpauschale. Kretschmer, Mitglied der CDU, betonte die Bedeutung der Maßnahme im Zuge einer Kabinettssitzung in Zwickau und machte deutlich, dass sich bisherige politische Anstrengungen vornehmlich auf die Förderung des öffentlichen Nahverkehrs – beispielhaft das Deutschlandticket – konzentriert hätten. Für diejenigen, die aufgrund ihrer Lage im ländlichen Bereich auf den Individualverkehr angewiesen sind, brächten diese Angebote jedoch keinen Vorteil.

Die Notwendigkeit einer solchen Entlastung, so Kretschmer, ergibt sich zusätzlich aus den gestiegenen Belastungen durch die CO2-Abgabe auf Kraftstoffe. Das genaue Ausmaß der von ihm vorgeschlagenen Erhöhung der Pendlerpauschale blieb allerdings unkonkretisiert, auch auf Nachfrage.

Der aktuelle steuerliche Abzug, die sogenannte Pendlerpauschale, erlaubt es Berufstätigen, ihre Fahrtkosten zur Arbeit steuerlich geltend zu machen. Sie liegt derzeit bei 30 Cent pro Kilometer und erhöht sich ab dem einundzwanzigsten Kilometer auf 38 Cent. Auch weitere Stimmen aus dem politischen Raum, darunter SPD-Parteivorsitzender Lars Klingbeil und die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig, ebenfalls SPD-Mitglieder, hatten sich in jüngster Zeit für eine Anpassung dieser Steuererleichterung ausgesprochen.