Obwohl das Unternehmen für das vierte Quartal 2025 einen Gewinnanstieg präsentierte, straften Investoren das Papier gnadenlos ab. Im nachbörslichen Handel an der NYSE sackte der Kurs um 18,12 Prozent auf 15,18 US-Dollar zusammen.
Der Hauptgrund für den massiven Abverkauf liegt in der Umsatzentwicklung. Mit 1,32 Milliarden US-Dollar im Schlussquartal blieb Pinterest hinter der Konsensschätzung der Analysten von 1,33 Milliarden US-Dollar zurück. In einem Marktumfeld, das auf maximale Wachstumsdynamik bei Werbeplattformen setzt, werteten Anleger dieses minimale Verfehlen als Warnsignal für eine nachlassende Dynamik im Kerngeschäft.

Gewinn pro Aktie im Rahmen der Erwartungen
In puncto Profitabilität lieferte Pinterest hingegen solide ab. Der Gewinn je Aktie (EPS) kletterte im vierten Quartal auf 0,67 US-Dollar, verglichen mit 0,56 US-Dollar im Vorjahr. Damit traf das Unternehmen punktgenau die Analystenschätzungen von 0,667 US-Dollar. Auf das Gesamtjahr 2025 gerechnet, steht ein Gewinn von 1,60 US-Dollar je Aktie zu Buche – eine deutliche Steigerung zum Vorjahr (1,29 US-Dollar), aber auch hier blieb man leicht hinter der Prognose von 1,65 US-Dollar zurück.
Der Jahresumsatz belief sich auf 4,22 Milliarden US-Dollar. Auch wenn dies ein deutliches Plus gegenüber den 3,65 Milliarden US-Dollar aus 2024 darstellt, reichte es nicht aus, um die Erwartungen der Wall Street von 4,23 Milliarden US-Dollar zu erfüllen.
Analyse: Warum reagiert der Markt so extrem?
Für Pinterest ist die aktuelle Bewertungslücke besonders schmerzhaft, da Konkurrenten im Bereich Social Commerce und digitale Werbung zuletzt starke Zahlen vorgelegt hatten. Die leichte Underperformance beim Umsatz nährt die Befürchtung, dass Pinterest Marktanteile an agilere Plattformen verliert oder die Monetarisierung der Nutzerbasis langsamer voranschreitet als gehofft.
Für das Geschäftsjahr 2026 steht das Management nun unter enormem Druck. Es muss beweisen, dass die Plattform durch KI-gestützte Empfehlungen und eine tiefere Integration von Shopping-Funktionen wieder auf den Wachstumspfad zurückkehren kann. Kurzfristig dürften Analysten ihre Kursziele drastisch nach unten korrigieren, was die Aktie in den kommenden Handelstagen weiter belasten könnte.


