24. Juni, 2024

Wirtschaft

Pendleratmosphäre normalisiert sich nach Stromausfall im Nordostkorridor

Pendleratmosphäre normalisiert sich nach Stromausfall im Nordostkorridor

Der plötzliche Ausfall von Oberleitungen hat am Mittwochabend den Bahnverkehr im Nordostkorridor südlich von New York City während der Stoßzeit zum Erliegen gebracht. Doch bereits am Donnerstagmorgen zeigte sich ein Bild der Erholung: Sowohl New Jersey Transit als auch Amtrak meldeten fast normale Betriebszustände.

Trotz der fast überwundenen Schwierigkeiten warnte New Jersey Transit die Fahrgäste vor möglichen Verzögerungen und Zugausfällen am Donnerstagmorgen, die noch auf die technischen Probleme der Vorabend zurückzuführen waren. Fast jede Bahnlinie auf der Webseite des Verkehrsdienstleisters signalisierte potenzielle Verspätungen.

Auch für die Amtrak-Züge auf der Strecke zwischen New York und Washington wurden anhaltende Verzögerungen erwartet, hieß es in einer Morgenmeldung des Unternehmens.

Der Stromausfall zu Beginn wurde durch herabfallende Oberleitungen in Kearny, New Jersey, verursacht und legte den Verkehr zwischen New York und Newark lahm. Diese Störung wirkte sich auf Bahnhöfe bis in den Süden nach Washington aus.

Ein Sprecher von Amtrak, Jason Abrams, erklärte, dass es zu einer Berührung des Signaldrahtes mit der Oberleitung gekommen sei, was zu einem "Durchschlag" geführt hatte. Abrams betonte, dass dieser Vorfall nicht mit den derzeitigen Bauarbeiten an der Portal Bridge in Kearny, die den Hackensack River überspannt, in Zusammenhang stand.

Es war bereits die zweite Beeinträchtigung dieser Woche, die durch Probleme mit Amtrak's Oberleitungen verursacht wurde.

Am Dienstagmorgen führten Schwierigkeiten mit den Drähten in einem Tunnel unter dem Hudson River zu Verspätungen von bis zu einer Stunde für Amtrak- sowie New Jersey Transit-Züge. Amtrak besitzt nicht nur die Pennsylvania Station in Manhattan – die geschäftigste Eisenbahndrehscheibe Amerikas –, sondern auch die Schienen und Tunnel, die die Station mit New Jersey und südlicheren Punkten verbinden.

Am Mittwochabend mussten einige Pendler in der Pennsylvania Station auf Züge warten, die schon Stunden vorher hätten abfahren sollen. Einige Züge, die für die Station bestimmt waren, beendeten ihren Service so weit entfernt wie Philadelphia und zwangen Reisende dazu, alternative Reiserouten zu suchen.

Bis 22:30 Uhr am Mittwoch wurde der südwärts führende Dienst ab der Pennsylvania Station schließlich wieder aufgenommen.