29. Februar, 2024

Politik

Pekings Kritik an Amerikas Nahostpolitik: Aufruf zu Besonnenheit und Einstellung der Militäroperationen

Pekings Kritik an Amerikas Nahostpolitik: Aufruf zu Besonnenheit und Einstellung der Militäroperationen

Das Zunehmen der Spannungen im Nahen Osten zieht internationale Kritik auf sich und spitzt sich zu, als China die USA direkt beschuldigt, durch ihre jüngsten Militäraktionen die Situation weiter anzuheizen. Nach Luftangriffen der USA in Syrien und dem Irak, positioniert sich der chinesische Vertreter bei den Vereinten Nationen, Zhang Jun, öffentlich gegen die amerikanische Vorgehensweise. Die Angriffe, die Zufluchtsorte der iranischen Revolutionsgarden und deren Milizen ins Visier nahmen, seien kontraproduktiv, indem sie den "Teufelskreis von Gewalt und Gegengewalt" beförderten, so der chinesische Diplomat.

China, traditionell ein Akteur mit erheblichem Einfluss in der Region und mit guten Beziehungen zum Iran, ruft zu Besonnenheit und einem Stopp "illegaler Militäroperationen" auf. Mit dieser Stellungnahme bekräftigen sie ihren Standpunkt, der die territoriale Integrität der betroffenen Staaten betont und strenge Zurückhaltung bei ausländischen Eingriffen fordert. Das Land setzt dabei auf eine eher neutrale Verteilung und drängt auf die Einstellung der Feindseligkeiten, um Zivilisten sowie kritische Handelswege zu schützen.

Die USA hingegen halten an ihrer Forderung fest und verlangen von China, seinen regionalen Einfluss geltend zu machen, um unter anderem den Waffennachschub an die Huthi-Rebellen zu unterbinden. Die Luftschläge folgten einem provokativen Übergriff durch proiranische Milizen in Jordanien, der amerikanische Todesopfer und Verletzte zur Folge hatte, und markieren einen neuen Höhepunkt in den sich überschneidenden Konfliktfeldern des Nahen Ostens. In diesem hochsensiblen geopolitischen Schachspiel bleibt die Frage, wie die beteiligten Nationen auf die Zurufe zur Deeskalation reagieren werden.