29. Februar, 2024

Wirtschaft

Peek & Cloppenburg rückt von Expansion ab und setzt auf Konsolidierung

Peek & Cloppenburg rückt von Expansion ab und setzt auf Konsolidierung

In einer strategischen Neuausrichtung hat der Düsseldorfer Modehändler Peek & Cloppenburg angekündigt, eine Verkleinerung der Verkaufsflächen an mehreren der insgesamt 69 Standorte bundesweit vorzunehmen. Trotz der Profitabilität seiner Filialen sieht das Unternehmen mittelfristigen Handlungsbedarf. CEO Thomas Freude deutete in einer Schlagzeile der "Rheinischen Post" an, dass einige Modehäuser eine geringere Fläche aufweisen werden. Zukünftig überlegt man, die Räumlichkeiten in eine gemischte Nutzung zu überführen, einschließlich der Integration von Hotels oder Büroflächen. Eine solche Mischnutzung verspricht eine höhere Kundenfrequenz.

Im Fokus der Unternehmensstrategie steht das Ziel, den Umsatz und Gewinn der Filialen zu steigern. Peek & Cloppenburg plant, sich den branchenüblichen Preisschlachten zu entziehen. Langfristig soll die Profitabilität gesichert werden, indem Ware selten und nur am Ende einer Saison reduziert wird. Freude betont, dass kontinuierliche Rabatte auf das gesamte Sortiment, darunter auch neue Artikel, der Vergangenheit angehören.

Nach einem schwierigen Jahr, das durch ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung infolge der Pandemie, des Ukraine-Krieges und Herausforderungen im Online-Geschäft gekennzeichnet war, ist das Unternehmen wieder auf dem Weg zur finanziellen Stabilität. Der Fokus auf das digitale Geschäft, welches bisher nicht profitabel war, wird reduziert. Das Unternehmen strebt an, die "schwarze Null" zu erreichen und auf lange Sicht profitabel zu arbeiten. Der Online-Umsatzanteil von aktuell 10 Prozent soll künftig auf 10 bis 15 Prozent anwachsen.

Es gilt darauf zu achten, dass Peek & Cloppenburg Düsseldorf nicht mit der eigenständigen Firma Peek & Cloppenburg Hamburg verwechselt wird, da beide Unternehmen unabhängig voneinander operieren.