24. Mai, 2024

Märkte

Optimismus um mögliche US-Zinssenkungen lässt DAX Höhen erklimmen

Optimismus um mögliche US-Zinssenkungen lässt DAX Höhen erklimmen

Optimismus hinsichtlich baldiger Leitzinssenkungen in den Vereinigten Staaten strahlt auf den deutschen Aktienmarkt aus und spornt den DAX zu neuen Rekordmarken an. Der Handel verbleibt indes weiterhin überschaubar, was teils dem Feiertagseffekt geschuldet ist.

Der Sprung auf ein Allzeithoch konnte am Tag zuvor, trotz einer vorangehenden Schwächephase im April, realisiert werden. Ausschlaggebend dafür waren die Signale einer Erholung Chinas: Die dortigen Außenhandelszahlen zeigten jüngst wieder aufwärts. Positive Impulse lieferten ebenfalls die wöchentlichen Arbeitsmarktdaten aus den USA, die den DAX nahe die Marke von 18.700 Punkten katapultierten.

In der morgendlichen Handelsprognose sind für den DAX Zuwächse von 0,2 Prozent vorhergesagt, womit er auf 18.717 Punkte steigen könnte. Auf Wochensicht stellt sich somit ein ansehnliches Plus von rund vier Prozent in Aussicht. Der EuroStoxx 50 wird mit einem Anstieg von 0,1 Prozent zum Handelsauftakt erwartet.

Die Wall Street reagierte positiv auf die Anstiege der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA, was als Indikator für eine mögliche Entspannung der Arbeitsmarktlage und einen Anreiz für die US-Notenbank gewertet werden könnte, um die Zinsen baldiger zu senken als erwartet.

Bei den Einzelwerten steht Continental im Licht eines erfolgreichen Konkurrenten: Pirelli startete mit operativen Gewinnzuwächsen ins neue Jahr und übertraf damit die Prognosen der Analysten dank eines verbesserten Produktmixes und Kosteneinsparungen. Die Conti-Aktie legte in einer ersten Reaktion auf Tradegate leicht zu.

Bleiben wir auch bei der Deutschen Telekom, deren amerikanische Tochter T-Mobile US laut "Wall Street Journal" in fortgeschrittenen Gesprächen bezüglich einer Übernahme steht. Der Deal, der sich auf die Akquisition von Geschäftsteilen und Funkfrequenz-Lizenzen von U.S. Cellular konzentrieren würde, könnte einen Wert von über zwei Milliarden US-Dollar erreichen.

Greifen wir noch die Bloomberg-Nachricht hinsichtlich potenzieller China-Zölle durch Präsident Joe Biden auf, welche besonders die Automobilbranche, Solarproduzenten und Batteriehersteller ins Rampenlicht rückt. Von diesen Zöllen könnten indirekte Effekte auf den Handel ausgehen.

Vor dem Börsenstart verbuchten die Papiere der Fondsgesellschaft DWS leichte Abschläge. Nachdem das Analysehaus Jefferies die Empfehlung von "Buy" auf "Hold" herabsetzte, bleibt das Kursziel dennoch bei 41 Euro bestehen.

Doch nicht nur bei DWS gab es eine Abstufung: Symrise wird nun von der Privatbank Berenberg lediglich mit "Hold" statt bisher "Buy" geführt, was auf einen zunehmenden Preisdruck im Segment der Heimtiernahrungszusätze zurückzuführen ist.