24. Juni, 2024

Politik

Optimismus trotz Hürden: Lauterbach sieht Pandemieabkommen noch nicht als gescheitert an

Optimismus trotz Hürden: Lauterbach sieht Pandemieabkommen noch nicht als gescheitert an

Inmitten globaler Anstrengungen zur Klärung der Rahmenbedingungen für das angestrebte Pandemieabkommen der Weltgesundheitsorganisation verkündet Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach einen Aufschub der Hoffnung. Trotz des vorerst ergebnislosen Abschlusses langwieriger Gespräche betont Lauterbach die Möglichkeit eines erfolgreichen Abschlusses in der Zukunft. Der Sozialdemokrat vertritt auf einer Social-Media-Plattform die Ansicht, dass die bisherigen Verhandlungen eine solide Grundlage für weitere Entwicklungen bieten.

Seine Erwartung ist, dass letztendlich Vernunft die Oberhand gewinnen wird, ähnlich wie bei den Bemühungen um den Klimaschutz, obgleich Geduld gefordert ist. Ursprünglich war das Ziel der 194 Mitgliedsländer der Vereinten Nationen, ein Abkommen während der kommenden WHO-Jahrestagung in Genf zu ratifizieren, das künftiges globales Chaos, wie es durch die Corona-Pandemie erfahren wurde, verhindern soll. Die Intention des Paktes ist eine gleichmäßige Versorgung aller Staaten mit Schutzmaterial, Medikamenten und Impfstoffen.

Hoffnungsvolle Töne kommen auch von Diplomaten und dem WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus, die die Fortsetzung der Bemühungen prognostizieren. Diese positiven Signale stehen allerdings im Schatten von Befürchtungen, der Vertrag könne die Versorgung besonders bedürftiger Bevölkerungsgruppen nicht sichern. Zusätzlichen Gegenwind erhielten die Verhandlungen durch den Widerstand aus der Pharmaindustrie reicherer Länder und durch Kritiker, die die WHO des Bestrebens bezichtigen, in Pandemiezeiten undifferenzierte Maßnahmen wie Lockdowns oder Impfmandate zu diktieren. Zu den strittigsten Punkten zählten die Prävention zukünftiger Pandemien sowie die Finanzierung des Abkommens, speziell in Bezug auf die Bereitstellung von Medikamenten und Impfstoffen für ärmere Länder zu erschwinglichen Preisen oder gar unentgeltlich.