16. Juni, 2024

Märkte

Optimismus am US-Aktienmarkt trotz Zinssorgen – Dow Jones leicht im Plus, Nasdaq 100 schwingt sich nach oben

Optimismus am US-Aktienmarkt trotz Zinssorgen – Dow Jones leicht im Plus, Nasdaq 100 schwingt sich nach oben

Nach einer turbulenten Handelswoche fanden US-Anleger am Freitag zurück in die Spur der Zuversicht. Die Leitindizes der amerikanischen Börsen zeigten sich erholt, getragen von der Hoffnung auf ein Abebben der Zinssorgen. Frische Daten zur Inflationserwartung schufen Raum für etwas Atem.

Der Dow Jones Industrial verzeichnete eine minimale Aufwärtsbewegung und beendete den Tag haarscharf mit einem Zuwachs von 0,01 Prozent bei 39.069,59 Zählern. Allerdings bleibt die Wochenbilanz mit einem Minus von 2,33 Prozent getrübt, was auf erhebliche Verluste am Vortag aufgrund anhaltender Sorge um ansteigende Zinsen zurückzuführen ist.

Der S&P 500 konnte mit einem Anstieg von 0,70 Prozent auf 5304,72 Punkten und der technologieorientierte Nasdaq 100 mit einem Aufschwung von 0,99 Prozent auf 18.808,35 Punkte positivere Akzente setzen. Hier wirkten sich vor allem die erfreulichen Geschäftszahlen des Halbleitergiganten Nvidia aus, dessen Aktien kurz vor Schluss des Handelstages ein Rekordniveau erreichten.

Das generelle Marktbarometer bleibt trotzdem auf gutem Kurs: Die Indizes schweben nahe ihrer Rekordmarken. Nächste Woche Montag pausiert der Handel, da der Memorial Day die Börsentüren geschlossen hält.

Investoren hegen derweil die Hoffnung auf eine mögliche Zinssenkung durch die global führenden Notenbanken im laufenden Jahr, um der Wirtschaft neue Impulse zu verleihen. Wann genau beispielsweise die US-amerikanische Federal Reserve eine Lockerung ihrer Geldpolitik vollzieht, steht allerdings noch in den Sternen.

Nach vorherigen Äußerungen hatte die Fed zunächst ein Festhalten an der hohen Zinspolitik angekündigt. Robuste Konjunkturdaten deuteten bisher eher auf eine Verzögerung der erwarteten Zinssenkungen hin, was das Anlegergemüt vorübergehend trübte.

Lichtblicke boten jedoch jüngste Umfrageergebnisse aus einem von der Universität Michigan durchgeführten Konsumklimaindex, die auf eine geringere Inflationserwartung als anfänglich angenommen hindeuteten. Diese Prognosen fließen ebenso in die geldpolitischen Entscheidungen der Fed ein, die eine Teuerungsrate von zwei Prozent anvisiert.

Besonders erfreulich entwickelten sich im S&P 500 die Anteilsscheine von Davita, die einen Sprung um 4,8 Prozent verzeichneten. Angetrieben wurden sie durch Nachrichten über das Diabetes-Medikament Ozempic des Unternehmens Novo Nordisk, welches laut einer Studie im "New England Journal of Medicine" das Sterberisiko von nierenkranken Diabetespatienten signifikant mindern könnte – ein Umstand, der dem Dialyseanbieter höhere Einnahmen verspricht.

Der Schuhspezialist Deckers Outdoor nahm mit einem Anstieg von 14 Prozent die Spitzenposition ein, beflügelt durch Quartalszahlen, die die Markterwartungen übertrafen. Negativ auffällig wurden hingegen die Aktien von Intuit, die nach einer ernüchternden Geschäftsprognose um mehr als 8 Prozent nachgaben.

Am Nasdaq 100-Ende stand der Cloud-Softwareanbieter Workday mit einem Einbruch von mehr als 15 Prozent, nach einer nach unten korrigierten Jahresprognose für den Abonnementumsatz.

Der Euro wurde letztlich bei 1,0847 US-Dollar notiert, während die Europäische Zentralbank den Referenzkurs auf 1,0840 Dollar festsetzte – ein Dollar kostete damit 0,9225 Euro.

US-Staatsanleihen schlossen mit Zuwächsen ab, wobei der Terminkontrakt für zehnjährige Anleihen um 0,04 Prozent auf 108,77 Punkte stieg und eine Rendite von 4,46 Prozent erbrachte.