21. Juni, 2024

Märkte

Optimismus am Aktienmarkt Trotz Ernüchternder Konjunkturdaten

Optimismus am Aktienmarkt Trotz Ernüchternder Konjunkturdaten

Der deutsche Aktienmarkt startete die Woche positiv, ungeachtet leicht enttäuschender Konjunkturzahlen. Ein insgesamt ruhiges Handelsgeschehen griff um sich, resultierend aus den Feiertagen in Großbritannien und den Vereinigten Staaten, welche gewöhnlich für zusätzliche Dynamik sorgen. Auch fehlten frische Marktanreize, wie sie noch bisweilen aus New York zu erwarten sind.

Der Dax fand dabei im Tagesverlauf zu leichter Stärke und schloss mit einem Plus von 0,24 Prozent, was einem Stand von 18.738,90 Punkten entspricht. Der MDax der mittelgroßen deutschen Unternehmen legte ein halbes Prozent zu und endete bei 27.255,87 Punkten. Der EuroStoxx, der die Wirtschaftsleistung der Eurozone abbildet, stieg um 0,16 Prozent.

Nicht weiter ansteigend, sondern stattdessen stabil, präsentierte sich im Mai die Stimmung in der deutschen Wirtschaft – eine Entwicklung, die nach drei Monaten aufwärts gerichteter Tendenz durchaus überrascht. Christian Lips, Chefvolkswirt der NordLB, unterstrich jedoch, dass dieser einzelne Indikator nicht überbewertet werden solle, da die Anzeichen für eine konjunkturelle Stabilisierung überwögen – eine Einschätzung, die sich auch am Finanzmarkt widerspiegle. Gleichzeitig dämpfe die eingetrübte Geschäftslage den Überoptimismus, während andererseits nichts einer nahenden Zinssenkung der Europäischen Zentralbank im Wege stehe. Letztere Unklarheit beschleunigte die Dax-Entwicklung nicht, die Mitte Mai mit einem Höchststand von 18.892 Punkten glänzte.

Unternehmensnachrichten waren indes rar gesät. Im Tagesverlauf zeigten sich indes Automobilwerte stabilisierend für den Dax. Insbesondere die Aktien der Porsche AG erlebten mit einem Anstieg von 3,6 Prozent einen beachtlichen Aufschwung, ebenso konnten Volkswagen mit einem Zuwachs von 2,2 Prozent überzeugen. Mercedes und BMW sekundierten mit bis zu einem Prozent Kursgewinn.

Der MDax sah die Wacker Chemie im Fokus, deren Aktien nach einem Tiefpunkt am Freitag sich am Montag um 4,7 Prozent erholten. Für Ionos hingegen wurden die Hoffnungen gedämpft, da eine Herabstufung des Analysten George Webb von Morgan Stanley die vorangegangene Kursrally bremste, was zu einem Rückgang von nahezu fünf Prozent führte.

Am Devisenmarkt herrschte relative Stille, wobei der Euro tagsüber bei 1,0849 Dollar lag. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs letzten Freitag auf 1,0840 Dollar festgelegt. Der Rentenmarkt verzeichnete einen Anstieg der Umlaufrendite von 2,64 Prozent auf 2,66 Prozent, während der Rentenindex Rex einen geringfügigen Rückgang von 0,06 Prozent auf 123,74 Punkte erfuhr. Der Bund-Future gewann indessen 0,21 Prozent und schloss bei 130,37 Zählern.