23. Juni, 2024

Wirtschaft

Opec+ verlängert Förderbeschränkungen bis 2025

Opec+ verlängert Förderbeschränkungen bis 2025

Die Opec+ Staaten setzen ihre restriktive Ölpolitik fort. Die seit November 2022 bestehenden Produktionsbeschränkungen von täglich zwei Millionen Barrel werden mit Ausnahme einer geringen Erhöhung für die Vereinigten Arabischen Emirate bis Ende 2025 verlängert. Die Maßnahmen sollen den Ölpreis stützen und sorgen dafür, dass die Gesamtfördermenge der Gruppe bei 39,7 Millionen Barrel pro Tag liegt. Zu der Opec+ gehören die großen Förderer Saudi-Arabien und Russland, jedoch nicht die USA als weltgrößter Produzent.

Acht der zwanzig Opec+-Länder, darunter Russland und Saudi-Arabien, haben zusätzlich ihre im April 2023 beschlossene freiwillige Produktionskürzung von 1,65 Millionen Barrel pro Tag bis Ende 2024 verlängert. Eine weitere freiwillige Einschränkung von 2,2 Millionen Barrel pro Tag, die seit November 2023 besteht, soll bis Ende September dieses Jahres anhalten und dann monatsweise bis September 2025 auslaufen lassen.

Dieses Vorgehen überrascht die Analysten nicht. Laut der Internationalen Energieagentur (IEA) entwickelt sich die weltweite Öl-Nachfrage schwächer als erwartet. Der milde Winter und die schwache Industriekonjunktur haben insbesondere in Europa für einen geringeren Ölverbrauch gesorgt. Besonders der Rückgang des Dieselanteils bei den Fahrzeugen spielt hier eine Rolle. Dennoch rechnet die IEA mit einer steigenden Nachfrage im Laufe des Jahres.

Seit 2017 kooperiert die von Saudi-Arabien dominierte Opec mit anderen Förderländern unter der Führung Russlands und agiert gemeinsam als Opec+. Im ersten Quartal dieses Jahres kamen etwa 40 Prozent der weltweit produzierten 102 Millionen Barrel Öl pro Tag von der Opec+. Das jüngste Treffen der Gruppe fand in Riad statt, wobei einige Teilnehmer online zugeschaltet waren.