18. Juli, 2024

Märkte

Ölpreise unter Druck: Deflationssorgen in China und gesunkene US-Öllagerbestände

Ölpreise unter Druck: Deflationssorgen in China und gesunkene US-Öllagerbestände

Die Ölpreise verzeichneten am Mittwoch leichte Verluste. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Lieferung im September sank auf 84,37 US-Dollar, was einem Rückgang um 29 Cent im Vergleich zum Vortag entspricht. Auch die US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) verzeichnete einen Preisrückgang um 24 Cent und notierte bei 81,17 Dollar je Fass zur August-Lieferung.

Händler benennen Bedenken bezüglich der chinesischen Wirtschaft als entscheidenden Faktor für die aktuellen Preisbewegungen. Die Veröffentlichung der Inflationsdaten für Mai hat Deflationsängste verstärkt, da Experten weiterhin von den Folgen einer möglichen Deflation ausgehen. Eine anhaltende Deflation hätte weitreichende negative Auswirkungen auf die Unternehmensgewinne, was zu sinkenden Löhnen und gefährdeten Arbeitsplätzen führen könnte. Berichten zufolge haben bedeutende Unternehmen in China bereits in diesem Jahr Personal abbauen müssen, was ebenfalls die Nachfrage nach Rohöl dämpft und die Preise belastet.

Parallel dazu sind laut der Nachrichtenagentur Bloomberg die Öllagerbestände in den USA, erhoben vom American Petroleum Institute (API), in der vergangenen Woche zurückgegangen. Offizielle Regierungszahlen seitens des Energieministeriums werden im Verlauf des Nachmittags erwartet und dürften weiteren Aufschluss über die Lage geben.