18. Juli, 2024

Märkte

Ölpreise stagnieren trotz geopolitischer Spannungen und Opec+ Kürzungen

Ölpreise stagnieren trotz geopolitischer Spannungen und Opec+ Kürzungen

Die Rohölpreise verharrten am Freitag nahezu unverändert auf ihrem aktuellen Niveau. Am späten Nachmittag wurde ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Lieferung im August für 86,43 US-Dollar gehandelt, was lediglich einer minimalen Steigerung von 4 Cent im Vergleich zum Vortag entspricht. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) sank hingegen leicht um 37 Cent auf 81,37 US-Dollar.

Die Erdölmärkte bewegen sich seit einiger Zeit in einer engen Handelsspanne und es fehlen derzeit die entscheidenden Impulse, um die Preise signifikant zu beeinflussen. Dennoch konnte im Laufe der Woche ein Preisanstieg von ungefähr zwei Dollar verzeichnet werden. Unterstützung erfährt das aktuelle Preisniveau durch vielfältige geopolitische Konflikte und Krisen sowie durch das limitierte Angebot des erweiterten Ölkartells Opec+.

Laut der Commerzbank-Expertin Barbara Lambrecht gibt es derzeit starke Abweichungen von den Förderbeschränkungen innerhalb der Opec+, insbesondere bei den Vereinigten Arabischen Emiraten und dem Irak. Der Irak hat jedoch angekündigt, seine Produktion in Zukunft zu drosseln und einen konkreten Plan dazu vorgelegt. Allerdings wurde bisher weiterhin mehr Rohöl gefördert als ursprünglich vereinbart. "Sollte der Irak seine Produktion im Juni nun deutlich gedrosselt haben, wäre dies für die Marktteilnehmer sicherlich eine positive Überraschung und würde dem Ölpreis Auftrieb geben", so Lambrecht.