21. Juni, 2024

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Ölpreise reagieren verhalten auf neue Opec+-Beschlüsse

Ölpreise reagieren verhalten auf neue Opec+-Beschlüsse

Die Preise für Rohöl verzeichneten zu Wochenbeginn leichte Rückgänge, nachdem der erweiterte Erdölverbund Opec+ neue Beschlüsse zur Produktionspolitik gefasst hatte. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Juli-Lieferung notierte am Montagmorgen bei 80,87 US-Dollar, was einen Rückgang von 24 Cent gegenüber dem Freitagabend bedeutet. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) sank um 18 Cent auf 76,81 Dollar.

Trotz der knappen Angebotslage, die die gut zwanzig Mitgliedsstaaten des Opec+-Kartells weiterhin aufrechterhalten, lassen einige Förderkürzungen auf absehbare Zeit nach. Opec-weit sowie bei acht Mitgliedern des Kartells wurden diverse Beschränkungen bis Ende 2025 verlängert. Diese zusätzlichen Kürzungen summieren sich auf 1,65 Millionen Barrel Rohöl.

Einige freiwillige Beschränkungen, vor allem seitens Saudi-Arabien und Russland, sollen jedoch ab Oktober schrittweise entfallen. Insgesamt betrifft dies 2,2 Millionen Barrel Erdöl. Die Opec+-Entscheidung sendet somit ein gemischtes Signal: Während die Gesamtförderung weiterhin knapp gehalten wird, wird ein Teil der Produktionsdrosselungen über die nächsten 12 Monate wieder lockerer gehandhabt.