22. Februar, 2024

Märkte

Ölpreise im Aufwind durch geopolitische Spannungen

Ölpreise im Aufwind durch geopolitische Spannungen

Die jüngsten geopolitischen Entwicklungen haben zu einem leichten Anstieg der Ölpreise geführt. Erneut stehen die Sorgen um die Stabilität im Nahen Osten im Fokus der Märkte und treiben die Notierungen nach oben. Ein Barrel der Sorte Brent, richtungsweisend für international gehandeltes Öl, erreichte am Mittag ein Plus und wurde zu einem Preis von 81,26 US-Dollar gehandelt, ein Anstieg um 71 Cent gegenüber dem Vortag. West Texas Intermediate (WTI), der amerikanische Ölbenchmark, steigerte sich um 69 Cent und erreichte einen Kurs von 76,54 Dollar pro Fass.

Hintergrund der Preisdynamik ist die Eskalation der Lage im Nahen Osten, insbesondere ein Drohnenangriff, der kürzlich den Tod von drei US-Soldaten in Jordanien zur Folge hatte. Die Reaktion der Vereinigten Staaten bleibt ein Unsicherheitsfaktor, nachdem Washington Milizen, die mutmaßlich vom Iran unterstützt werden, für den Angriff verantwortlich gemacht hat. Auch die Zerstörung einer Flugabwehrrakete durch das US-Militär, die von den Huthi-Rebellen im Jemen abgefeuert wurde, verstärkt die geopolitische Brisanz.

Den Ölpreisen entgegenstehend ist die derzeitige Schwächephase der Weltwirtschaft, die eine gedämpfte Nachfrage nach Rohöl zur Folge hat. Trotz der geopolitischen Spannung und der dadurch ausgelösten Risikoprämien am Ölmarkt ist das Angebot, insbesondere aus Förderländern wie den USA, hoch. Lagerdaten, die am vorherigen Mittwoch veröffentlicht wurden, weisen zudem auf wachsende US-Rohölreserven und eine Produktion nahe dem Rekordniveau hin, was potenziell auf eine Entspannung der Ölpreise hindeutet.