19. April, 2024

Märkte

Ölpreise Erreichen Fünfmonatshoch inmitten Geopolitischer Spannungen

Ölpreise Erreichen Fünfmonatshoch inmitten Geopolitischer Spannungen

In einer fortgesetzten Aufwärtsbewegung haben die Ölpreise am Mittwoch ihren Höhenflug der letzten Handelstage bestätigt und ein neues Fünfmonatshoch erreicht. Ein wesentlicher Faktor für die Kletterpartie waren die geopolitischen Risiken, welche die Märkte in erhöhte Wachsamkeit versetzten und zu Angebotssorgen führten. Die Nordseesorte Brent, ein anerkannter Maßstab für globale Ölpreise, übertraf in ihrem Juni-Kontrakt mit 89,81 US-Dollar pro Barrel den Vortagsstand um 89 Cent und touchierte zwischenzeitlich sogar die Marke von 89,99 Dollar – den höchsten Wert seit dem vergangenen Oktober.

Ebenso zeigte die amerikanische Sorte West Texas Intermediate (WTI) eine anziehende Tendenz und stieg für den Mai-Kontrakt um 81 Cent auf 85,96 Dollar pro Fass. Der Spitzenwert lag hier bei 86,20 Dollar, womit ebenfalls ein Höchststand seit Oktober 2021 markiert wurde.

Die eskalierenden Spannungen, sowohl im Nahen Osten als auch im persistierenden Ukraine-Konflikt, spiegelten sich laut Rohstoffstrategin Thu Lan Nguyen von der Commerzbank in Sorgen um das Ölangebot wider, was eine Stütze für die steigenden Notierungen darstellte. Nguyen betonte dabei auch die zunehmend schwierigeren Bedingungen für Russland, Käufer für sein Rohöl zu finden, eine direkte Folge der westlichen Sanktionspolitik.

In den Vereinigten Staaten verzeichneten die Rohöllagerbestände in der letzten Woche einen Anstieg, während Destillate und Benzin Bestände zurückgingen. Trotz dieser Entwicklung und einer anhaltend hohen Förderung in den USA, zeigte sich der Ölpreis davon nahezu unbeeindruckt und behielt seine Aufwärtstendenz bei.