22. April, 2024

Märkte

Ölpreise erfahren Auftrieb durch geopolitische Spannungen

Ölpreise erfahren Auftrieb durch geopolitische Spannungen

In den aktuellen Handelsstunden setzen die Ölpreise ihren Aufwärtstrend fort, getrieben von eskalierenden Spannungen im Nahen Osten und einer Verknappung der Angebote. Händleraussagen zufolge hat das Nordseeöl Brent für die Lieferung im Juni am Dienstag mit einem Verkaufspreis von 89,03 US-Dollar pro Barrel zugelegt, was einem Anstieg von 1,62 US-Dollar im Vergleich zum vorangegangenen Handelstag entspricht. Ein ähnlicher Trend zeigt sich beim US-Öl West Texas Intermediate (WTI), das für Mai zur Lieferung bereitsteht; hier stieg der Preis um 1,68 US-Dollar auf 85,40 Dollar pro Fass. Analysten beobachten, dass die Ölpreise die Grenze ihrer Fünfmonats-Hochs testen. Die Lage wird sowohl von einer geringeren Verfügbarkeit mexikanischen Öls als auch von zunehmenden geopolitischen Risiken im Nahen Osten beeinflusst. Besonders letztere haben in den letzten Tagen an Bedeutung gewonnen. Nachdem ein Luftschlag, der Israel zugeschrieben wird, das iranische Botschaftsgelände in Damaskus getroffen hat, droht Iran nun mit Vergeltungsmaßnahmen. Ajatollah Ali Chamenei, Irans oberstes Staatsoberhaupt, kündigte am Dienstag laut offizieller Mitteilung Konsequenzen an und versprach, das 'boshafte Regime' werde durch Irans tapfere Männer bestraft werden. Diese Drohkulisse lässt die Sorge vor einer Eskalation des Konfliktes im Ölmarkt steigen, was wiederum die Preise antreibt.