21. Juni, 2024

Politik

Olaf Scholz betont die Notwendigkeit des professionellen Journalismus in Zeiten der Desinformation

Olaf Scholz betont die Notwendigkeit des professionellen Journalismus in Zeiten der Desinformation

Bundeskanzler Olaf Scholz hat inmitten einer sich wandelnden Medienlandschaft und einer Zunahme von Fake News und Desinformationskampagnen die Bedeutung professionellen Journalismus hervorgehoben. Beim Festakt zum 75-jährigen Bestehen der Deutschen Journalistenschule (DJS) in München unterstrich Scholz, dass zuverlässige Informationen unerlässlich für politische und öffentliche Debatten seien. "Eine freie, unabhängige und vielfältige Presse ist die Grundlage der Demokratie", betonte er. Gleichzeitig warnte Scholz vor einer wachsenden Entfremdung zwischen Medien und Politik einerseits und Teilen der Gesellschaft andererseits, die weder Zeitungen lesen noch Nachrichtensendungen verfolgen. Diese Gruppierungen dürfe man nicht aus den Augen verlieren, mahnte er. Zudem kritisierte der Kanzler mediale Vereinfachungen und Zuspitzungen und plädierte für eine Berichterstattung, die sich stärker auf Inhalte und Information konzentriert anstatt auf Kampagnen. Dies, so Scholz, würde dem Land guttun. Auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) unterstrich die essentielle Rolle des Journalismus für die Demokratie, besonders in aktuellen Zeiten, in denen demokratische Werte stärker bedroht seien als je zuvor. Der Beruf des Journalisten sei daher wichtiger denn je, führte er aus. Die 1949 gegründete Deutsche Journalistenschule, die erste ihrer Art in Deutschland, bildet seitdem junge Journalistinnen und Journalisten aus. Sie wird von 60 unterschiedlichen Trägern, darunter Medienhäuser, Verbände und Unternehmen, finanziert und hat bislang über 2600 Absolventen hervorgebracht. Die DJS bietet ein praktisches und crossmediales Training in diversen Medienbereichen und versteht sich als kostenfreies Bildungsangebot. Jährlich werden 45 Ausbildungsplätze angeboten, darunter 30 Plätze in einem Masterprogramm in Kooperation mit der Ludwig-Maximilians-Universität München.