28. Februar, 2024

Wirtschaft

Öffentlicher Nahverkehr nimmt Fahrt auf nach Warnstreik

Öffentlicher Nahverkehr nimmt Fahrt auf nach Warnstreik

Nachdem der öffentliche Personen-Nahverkehr im Sog eines flächendeckenden Warnstreiks zum Erliegen kam, haben Busse und Bahnen am Samstag wieder zu ihrer gewohnten Taktung zurückgefunden. Die Verkehrsbetriebe quer durch die Republik meldeten einen planmäßigen Betrieb, ein Zeichen für die Bewältigung der streikbedingten Ausfälle. Hintergrund der Arbeitsniederlegung am Freitag war ein Aufruf der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, die damit den Druck in den aktuellen Tarifverhandlungen für die Beschäftigten im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) erhöhen wollte.

Die weitreichende Tarifrunde betrifft 15 der 16 deutschen Bundesländer - mit Bayern als einzige Ausnahme. Im Fokus der Verhandlungen stehen insbesondere die Verbesserung der Arbeitsbedingungen für die Angestellten. Die Gewerkschaft setzt sich für die Reduktion der Arbeitszeiten bei gleichbleibender Entlohnung, für erweiterte Ruhephasen zwischen den Arbeitsschichten, zusätzliche Urlaubstage oder eine Anhebung des Urlaubsgeldes ein. Diese Forderungen sollen vor allem zur Attraktivitätssteigerung des Berufsfelds und zur Entlastung der Beschäftigten beitragen.

Ein bedeutender Punkt, der die Dringlichkeit dieser Verbesserungen unterstreicht, sind die Personalengpässe, von denen die Verkehrsunternehmen berichten. Vor allem die Rekrutierung von Busfahrerinnen und Busfahrern gestaltet sich zunehmend schwierig. Die Berliner Verkehrsbetriebe etwa sehen sich schon seit Monaten gezwungen, mit einem dezimierten Fahrplan zu operieren, ein direktes Resultat der angespannten Personallage.

Nicht nur die Mitarbeiter im ÖPNV, sondern auch die Klimaschutzbewegung zeigen sich solidarisch mit den Forderungen. Die Initiative 'Fridays for Future', bekannt für ihr Engagement im Klimaschutz, steht der ÖPNV-Belegschaft unterstützend zur Seite. Bereits seit Jahren machen sie gemeinsam mit Verdi im Rahmen der Kampagne 'Wir fahren zusammen' auf die Tarifauseinandersetzungen aufmerksam - auch bei diesem Streik zeigten sich wieder viele Aktivisten geschlossen an der Seite der Verkehrsbetriebe.