19. Mai, 2024

Technologie

O2 Telefónica erlebt zur Jahreswende eine Stagnation im Umsatzwachstum

O2 Telefónica erlebt zur Jahreswende eine Stagnation im Umsatzwachstum

Nach einem wirtschaftlichen Aufschwung im Jahr 2023 hat O2 Telefónica zu Beginn des Jahres 2024 eine Plateauphase im Umsatzergebnis erreicht. Das gemeldete Umsatzvolumen des ersten Quartals entspricht mit etwa 2,1 Milliarden Euro dem Vorjahresniveau, wie die deutsche Tochter des Telekommunikationsunternehmens Telefónica erklärte. Obwohl kein Umsatzwachstum erzielt wurde, konnte das bereinigte Betriebsergebnis (Ebitda) um 5,1 Prozent auf 640 Millionen Euro gesteigert werden.

Im Fokus des Unternehmensgeschäfts steht insbesondere der Mobilfunk-Serviceumsatz, der im Vergleich zum Produktverkauf und Festnetzgeschäft eine leichte Zunahme von 0,7 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro verzeichnen konnte. Mit rund 45 Millionen Mobilfunkverträgen in Deutschland, davon ungefähr 11 Millionen durch 1&1-Kunden, die das O2-Netz gegen Mietzahlungen verwenden, zeigt sich O2 als starker Akteur im Markt.

Doch stehen Veränderungen bevor: 1&1, eine Tochtergesellschaft von United Internet, welches bisher das O2-Netz nutzte, plant den Wechsel zum Netz von Vodafone im Rahmen des anstehenden National-Roamings ab Sommer. Diese elf Millionen Anschlüsse werden somit aus dem O2-Netz ausscheiden, was erhebliche Einbußen für O2 Telefónica mit sich bringen könnte, denn derzeit erwirtschaftet das Unternehmen einen mittleren einstelligen Prozentwert des Gesamtumsatzes mit 1&1.

Dennoch gibt sich Markus Haas, der Chef von O2, optimistisch und plant, die erwarteten Umsatzeinbußen bis Ende 2026 nicht nur auszugleichen, sondern zusätzliches Wachstum zu generieren. Die Strategie setzt auf Neukundengewinnung und Kooperationen mit Partnern, die das 5G-Netz von O2 nutzen werden, um die Nachfrage nach moderner Mobilfunktechnologie zu bedienen. Zudem sind Effizienzsteigerungen vorgesehen, um Kosten zu reduzieren und das Betriebsergebnis zu stärken. Haas betont auch, dass vertragliche Verpflichtungen von 1&1 bis Juli 2025 bestehen bleiben, was kurzfristig die finanziellen Auswirkungen abmildert.

Der Wechsel von 1&1 zu Vodafone wird von Haas als relativ unproblematisch für die kommenden Monate angesehen und er unterstreicht die höhere Rentabilität einzelner O2-Kunden im Vergleich zu 1&1-Kunden. Diese Aussicht könnte den Verlust mehrerer 1&1-Kunden durch einen einzigen Neukunden bei O2 kompensieren. Als einer der großen Drei neben Deutsche Telekom und Vodafone sichert sich O2 Telefónica somit weiterhin einen entscheidenden Platz im deutschen Mobilfunkmarkt.