22. April, 2024

Wirtschaft

Nostalgie versus Geschäftssinn: Habecks Einwand gegen den DFB-Ausrüsterwechsel

Nostalgie versus Geschäftssinn: Habecks Einwand gegen den DFB-Ausrüsterwechsel

In einer Welt des Sports, in der Marken zu Symbolen werden, hat die Ankündigung des Deutschen Fußball-Bundes, sich von seinem langjährigen Ausrüster Adidas zu trennen und ab 2027 Nike als neuen Partner zu wählen, in den Reihen der Politik Bedauern ausgelöst. Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck äußerte sich nostalgisch zu der bevorstehenden Veränderung und vermisste dabei den 'Standortpatriotismus'. Für ihn sind die charakteristischen drei Streifen von Adidas untrennbar mit dem deutschen Trikot verbunden – ein Synonym für deutsche Identität.

Die Liaison zwischen DFB und Adidas, die über sieben Jahrzehnte Bestand hatte, ist gespickt mit glorreichen Momenten: vier WM-Titel und drei EM-Titel der Männer sowie zwei WM-Titel und acht EM-Trophäen der Frauen wurden in Outfits des fränkischen Unternehmens errungen. Doch die Wege trennen sich, und Nike wird das Zepter übernehmen, zunächst bis 2034 – ein Schritt, der augenscheinlich nicht ohne wirtschaftliche Überlegungen gefallen ist. Obwohl Habeck die Entscheidung kritisch sieht, steht fest, dass in der Ära des Sportmarketings finanzielle Aspekte eine große Rolle spielen und geschichtsträchtige Partnerschaften nicht davor gefeit sind, zu enden.