21. Juni, 2024

Politik

Nordkoreanischer Satellit scheitert beim Start: Mögliche Provokation mit militärischen Zügen

Nordkoreanischer Satellit scheitert beim Start: Mögliche Provokation mit militärischen Zügen

Nordkorea meldet den Fehlschlag eines weiteren Versuchs, einen Aufklärungssatelliten, benannt als "Malligyong-1", in eine Umlaufbahn zu bringen. Nach dem Start explodierte die Trägerrakete bereits in früher Flugphase. Fachleute spekulieren über einen möglichen Triebwerksdefekt als Ursache des Desasters – doch die genauen Umstände des Missgeschicks bleiben vorerst im Dunkeln. Die südkoreanischen Streitkräfte beobachteten den abendlichen Raketenstart und verzeichneten anschließend Trümmer im Meer, die auf die Zerstörung der Rakete hindeuten.

Diese technische Panne reiht sich ein in die Eskalation strategischer Spannungen in der Region. Südkorea, das den Vorfall als Provokation einstuft, bemängelt Nordkoreas Missachtung von UN-Resolutionen: Der Gebrauch solcher Technologie, die in Verbindung mit ballistischen Raketen steht und sogar Atomsprengköpfe tragen könnte, ist international streng verboten. Dennoch scheint Pjöngjang von seinen ehrgeizigen Plänen nicht abzuweichen; vor der missglückten Mission hatte Nordkorea bereits Pläne für die Lancierung von insgesamt drei Spionagesatelliten verkündet.

Die jüngste Aktion folgt kurz nach einem Gipfel in Seoul, bei dem Südkoreas Präsident Yoon Suk Yeol zusammen mit den Regierungschefs aus Japan, Fumio Kishida, und China vor weiteren nordkoreanischen Satellitenstarts warnte. Die Gemeinschaft müsse auf solche Herausforderungen geschlossen reagieren, so Yoon. Als Antwort auf den ersten Spionagesatelliten Nordkoreas erließen die USA und ihre Verbündeten im November Strafmaßnahmen – eine Reaktion, die nun möglicherweise neuerlich auf dem diplomatischen Parkett getanzt wird.