14. April, 2024

Wirtschaft

Nike signalisiert Umsatzdämpfer trotz strategischer Coups

Nike signalisiert Umsatzdämpfer trotz strategischer Coups

Der renommierte Sportbekleidungsgigant Nike bereitet seine Investoren auf eine Delle in der Umsatzkurve vor. Finanzvorstand Matthew Friend erläuterte in einer kürzlich abgehaltenen Telefonkonferenz, dass für das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2024/25 mit einem leichten Umsatzrückgang zu rechnen sei. Diese Prognose überschattete die ansonsten positive Tendenz des vergangenen Quartals und die Aussicht auf ein Umsatzplus für das gesamte Geschäftsjahr 2024/25.

In Reaktion auf die prognostizierten Umsatzschwierigkeiten kündigte Nike an, sein Angebot beliebter Freizeitschuhe wie der Air Force 1 modifizieren und bei der Einführung neuer Pegasus-Laufschuhe behutsamer vorzugehen zu wollen. Nach der Offenlegung sank die Nike-Aktie im nachbörslichen Handel um annähernd sieben Prozent und markierte damit den Fortbestand eines Abwärtstrends, der bereits seit Dezember zu beobachten ist.

Der Kursrückgang setzt eine bereits bekannte Warnung hinsichtlich schwächerer Umsatzerlöse fort, die das Management bei der Präsentation der Ergebnisse des zweiten Geschäftsquartals ausgesprochen hatte. Der damals erheblich höhere Aktienkurs hatte in der Folge stark nachgegeben. Im gerade abgelaufenen dritten Quartal jedoch stützten erfreuliche Geschäftszahlen aus den USA und Großchina das Gesamtergebnis des Konzerns, der 12,4 Milliarden US-Dollar Umsatz verbuchen konnte – ein geringfügiges Plus gegenüber dem Vorjahr.

Neben dieser soliden Umsatzleistung hat Nike auch strategische Erfolge zu verzeichnen. So wurde jüngst bekannt, dass der Deutsche Fußball-Bund (DFB) seinen langjährigen Ausrüstervertrag mit Adidas nicht verlängern wird und ab 2027 auf Nike setzen wird, was als unerwartete Wendung in der Branche gilt. Der DFB sieht in der neuen Partnerschaft eine Stärkung seiner Rolle und Entwicklung des Fußballs in Deutschland.

Der bisherige Ausrüster Adidas zeigte sich von dieser Entscheidung überrascht. Der Umbruch in einem mehr als 70-jährige Bestehen der Beziehung zum DFB führt nun zu strategischen Neuausrichtungen innerhalb des Marktes.

Umsatzstärke, gekoppelt mit strategischen Kooperationen wie mit dem DFB, beschreiben das Zwiespiel von Herausforderungen und Chancen, mit welchen Nike in die kommenden Jahre schreitet.