28. Februar, 2024

Politik

Neuformiertes ukrainisches Militärkommando im Strategiegespräch

Neuformiertes ukrainisches Militärkommando im Strategiegespräch

Nach einer umfassenden Neustrukturierung der ukrainischen Militärführung unter Präsident Wolodymyr Selenskyj versammelte sich das Oberkommando des Landes erstmals zur strategischen Beratung. Die hochrangige Besprechung mit den frisch ernannten Mitgliedern, darunter Generaloberst Olexander Syrskyj als neue Leitfigur des Militärs, fokussierte sich auf die aktuellen Herausforderungen an der Ost- und Südfront sowie den Schutz kritischer Infrastrukturen vor kriegerischen Übergriffen.

Die Ablösung des populären Vorgängers Walerij Saluschnyj und die Ernennung von Olexander Pawljuk zum Kommandeur der Landstreitkräfte zeugen von einem behutsamen, doch entschlossenen Führungswechsel, der begleitet wurde von weiteren personellen Veränderungen in Schlüsselbereichen wie der Territorialverteidigung und den Luftlandetruppen.

In der Dunkelheit der Nacht setzten sich indes die russischen Angriffe fort. Drohnen und Raketen, darunter Shahed-Drohnen, zielten auf Gebiete im Osten und Süden der Ukraine. Die Berichte über Luftalarme unterstreichen die anhaltende Bedrohungslage, die von unabhängiger Seite allerdings nicht verifiziert werden konnte.

Kreml und SpaceX konterkarieren Vorwürfe der Starlink-Nutzung durch Russland. Dmitri Peskow, Sprecher des Kremls, sowie Elon Musk selbst wiesen darauf hin, dass die für Starlink notwendige Ausrüstung in Russland nicht offiziell zertifiziert sei. Der ukrainische Militärgeheimdienst vermutet dennoch, dass Starlink-Terminals auf illegalen Pfaden in den Besitz russischer Kämpfer gelangen könnten – eine direkte Folge des Schmuggels über Drittländer, so der Sprecher Andrij Jussow.

Auf europäischer Bühne rücken Deutschland, Frankreich und Polen als Reaktion auf globale politische Unsicherheiten näher zusammen und forcieren den Ausbau der EU zu einer Verteidigungsunion. Außenministerin Annalena Baerbock sprach sich für eine tiefgreifende Integration der Verteidigungssysteme aus und betonte die Notwendigkeit einer dauerhaft starken europäischen Unterstützung für die Ukraine.

Weiterhin machte die Europäische Union einen signifikanten Schritt zur Unterstützung der Ukraine, indem sie Maßnahmen zur Verwendung der Einnahmen aus eingefrorenen russischen Vermögenswerten beschloss. Diese Finanzmittel sollen gezielt für den Wiederaufbau der durch die Kriegshandlungen schwer getroffenen Regionen in der Ukraine eingesetzt werden.

Erwartungsgemäß bleibt die Situation an den Ost- und Südfronten des Landes angespannt und der Konflikt fordert andauernd die volle Aufmerksamkeit der ukrainischen Verteidigungskräfte.