25. Februar, 2024

Wirtschaft

Neue Transparenzinitiative im Fernwärme-Sektor

Neue Transparenzinitiative im Fernwärme-Sektor

Um für mehr Klarheit in der Preisgestaltung von Fernwärme zu sorgen, haben sich nun führende Branchenverbände zusammengetan, um eine gemeinsame Preisplattform für Anbieter zu realisieren. Die Initiative, maßgeblich vorangetrieben von Kerstin Andreae, der Vorsitzenden des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft, dem Verband Kommunaler Unternehmen sowie der Arbeitsgemeinschaft Fernwärme, verspricht nahezu eine Marktabdeckung, da sie mit der Teilnahme von rund 150 Unternehmen rechnet. Diese Innovation, deren Start für den kommenden April geplant ist, stellt eine direkte Antwort auf die verbreitete Kritik an den oftmals intransparenten und stark variierenden Fernwärme-Preisen dar.

In einem Interview mit Table Media erläuterte Andreae das Hauptziel der Plattform: die Steigerung der Preisnachvollziehbarkeit und -vergleichbarkeit für die Endkunden. Der Schritt zu mehr Transparenz ist umso bedeutender, da Fernwärmekunden – im Gegensatz zu Strom- oder Gaskonsumenten – derzeit keine Möglichkeit haben, den Anbieter zu wechseln. Die Schaffung eines solchen Angebots könnte letztendlich den positiven Nebeneffekt niedrigerer Heizkosten für Verbraucher nach sich ziehen, was nicht zuletzt im aktuellen energiepolitischen Klima von großer Relevanz ist.

Die Chefin des BDEW zeigte sich zuversichtlich und rief Betroffene auf, sich aktiv gegen überhöhte Preise zur Wehr zu setzen. Mit Verweis auf bestehende kartellrechtliche Schutzmaßnahmen ermutigte sie Verbraucher, Einspruch einzulegen, sollten sie den Verdacht hegen, mehr als angemessen zu bezahlen. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Plattform auf die Markttransparenz auswirken wird und ob sich die Hoffnungen auf günstigere Preise für die Verbraucher bewahrheiten.