13. April, 2024

Politik

Netanjahu bekräftigt entschlossenes Vorgehen gegen Hamas

Netanjahu bekräftigt entschlossenes Vorgehen gegen Hamas

Inmitten angespannter Beziehungen zu Washington bekräftigte der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu seine Bereitschaft, erforderlichenfalls ohne fremde Hilfe gegen die Hamas vorzugehen. In einer Aussprache mit dem US-Außenminister Antony Blinken verteidigte Netanjahu die Strategie, einen entschlossenen Militäreinsatz in Rafah zu führen, um die dort verbliebenen Einheiten der radikalen Organisation zu besiegen. Er betonte die Möglichkeit eines einseitigen Vorgehens, sollte die Unterstützung durch die Vereinigten Staaten ausbleiben.

Die nachdrückliche Position Netanjahus kommt zu einer Zeit, in der die humanitären Auswirkungen des Konflikts im Gazastreifen dringend globale Aufmerksamkeit erfordern und die USA vehement auf eine Deeskalation der Lage drängen. Auf heftige israelische Militäraktionen antwortend, intensivierte Washington seinen kritischen Ton gegenüber der israelischen Regierung mit dem Ziel, eine weitere Bodenoffensive im dicht besiedelten Rafah zu verhindern.

Bei dem aufgeladenen Treffen hob Netanjahu hervor, Israel anerkenne die Notwendigkeit, die Zivilbevölkerung aus den umkämpften Gebieten zu evakuieren und humanitäre Unterstützung für die notleidenden Einwohner des Gazastreifens bereitzustellen. Derzeit suchen geschätzt 1,5 Millionen Menschen in Rafah, einer Stadt im Gazastreifen, Unterschlupf vor den Kämpfen, die andere Teile des Küstenbereichs heimsuchen.

Neben der Diskussion über militärische Pläne standen für Antony Blinken auch Verhandlungen über die Freilassung von Geiseln auf der Agenda seines Israel-Besuchs. Der US-Außenminister hatte zuvor Gespräche in der saudi-arabischen Stadt Dschidda und in Kairo geführt, was zeigt, dass die Bemühungen der USA, im Nahen Osten zu vermitteln, weiterhin hochaktuell sind.