18. Juli, 2024

Politik

Nach anstrengendem Reiseprogramm: Joe Biden erklärt schwachen Auftritt im TV-Duell

Nach anstrengendem Reiseprogramm: Joe Biden erklärt schwachen Auftritt im TV-Duell

US-Präsident Joe Biden hat die suboptimale Performance während seiner ersten Fernsehdiskussion gegen den Kontrahenten Donald Trump auf die Strapazen zahlreicher Auslandsreisen zurückgeführt. Bei einem Wahlkampfauftritt in Virginia erklärte Biden vor mitreisenden Journalisten, dass er sich unmittelbar vor der Debatte faktisch mehrmals um den Globus bewegt habe, was 'nicht sehr klug' gewesen sei. Der Präsident räumte ein, nicht auf seine Berater gehört zu haben—'und dann bin ich auf der Bühne fast eingeschlafen'. Er betonte jedoch, dass dies keine Rechtfertigung sei, sondern lediglich eine Erklärung.

Bidens Kalender im vergangenen Monat untermauert seine Aussage. Zu Beginn des Juni nahm er an einer Gedenkveranstaltung zur Landung der Alliierten in der Normandie, Frankreich, teil. Direkt danach absolvierte er einen umfangreichen Staatsbesuch in Paris, wo Frankreichs Präsident ihn mit einem groß angelegten Programm empfing. Nach seiner Rückkehr in die USA reiste Biden nur wenige Tage später, Mitte Juni, wieder nach Italien, um am G7-Gipfel teilzunehmen.

Von Italien aus führte der Reiseplan ihn über neun Zeitzonen zurück an die US-Westküste, wo er in Los Angeles bei einer exklusiven Spendengala zur Unterstützung seines Wahlkampfs anwesend war. Am 17. Juni empfing Biden in Washington Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg. Ab dem 20. Juni hielt sich Biden schließlich in Camp David auf, dem Landsitz des US-Präsidenten in der Nähe von Washington, D.C., wo er sich mit seinem Team auf die Debatte vorbereitete und rund eine Woche lang keine öffentlichen Auftritte hatte.