20. Juni, 2024

Wirtschaft

Monatsreport: Steigende Inflation, moderates Wirtschaftswachstum und unsicherer Konsum

Monatsreport: Steigende Inflation, moderates Wirtschaftswachstum und unsicherer Konsum

Die Inflation im Euroraum zieht im Mai erneut an und erreicht eine Rate von 2,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie Eurostat vermeldete. Analysten hatten lediglich einen Anstieg auf 2,5 Prozent prognostiziert. Im Vormonat lag die Rate bei 2,4 Prozent.

In den USA konnte das Handelsministerium hingegen weniger erfreuliche Daten präsentieren. Die Konsumausgaben stiegen im April nur um 0,2 Prozent gegenüber dem Vormonat, während die Einkommen der Haushalte erwartungsgemäß um 0,3 Prozent zulegten. Ökonomen hatten einen höheren Anstieg der Ausgaben von 0,3 Prozent erwartet.

Ein gemischtes Bild zeigt sich in Italien, wo sich die Inflation leicht abschwächte. Laut Istat betrugen die Verbraucherpreise im Mai nur noch 0,8 Prozent im Jahresvergleich nach 0,9 Prozent im April. Experten hatten jedoch einen stärkeren Rückgang auf 0,7 Prozent erwartet.

Das Ifo-Institut meldet für Deutschland eine steigende Bereitschaft der Unternehmen, Preise zu erhöhen, trotz der Prognose sinkender Inflationsraten. Der Ifo-Index der Preiserwartungen stieg im Mai von 15,2 auf 16,2 Punkte.

Weiterhin kann Italien auf ein moderates Wirtschaftswachstum verweisen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) des ersten Quartals 2023 wuchs um 0,3 Prozent gegenüber dem letzten Quartal 2022, getragen von Konsumausgaben, Unternehmensinvestitionen und Außenhandel.

Frankreich verzeichnete ebenfalls ein leichtes Wirtschaftswachstum von 0,2 Prozent im ersten Quartal 2023, wie das Statistikamt Insee bestätigte, nach einem Zuwachs von 0,3 Prozent im Vorquartal. Allerdings beschleunigte sich die Inflation im Mai auf 2,7 Prozent, während Analysten nur 2,6 Prozent erwartet hatten.

Deutschland meldete einen geringeren Rückgang bei den Einfuhrpreisen im April mit einem Minus von 1,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, weniger als die erwarteten -1,8 Prozent.

Der deutsche Einzelhandel startete schwach in das zweite Quartal. Die Umsätze sanken im April preisbereinigt um 1,2 Prozent gegenüber dem Vormonat, deutlich schwächer als die prognostizierten -0,3 Prozent.

Erschütternd ist der Schuldspruch gegen den ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump. Eine New Yorker Jury befand Trump schuldig, in 34 Fällen Schweigegeldzahlungen verschleiert zu haben, ein Ereignis von historischer Bedeutung für die Vereinigten Staaten.

Ein außenpolitischer Paradigmenwechsel zeichnet sich ab, nachdem die Bundesregierung der Ukraine erlaubt hat, von Deutschland gelieferte Waffen gegen militärische Ziele in Russland einzusetzen, kurz nach einer ähnlichen Ankündigung der USA. Beide Nationen reagieren damit auf die jüngste russische Offensive gegen die Region Charkiw in der Ukraine.