10. Februar, 2026

Grün

Modernisierung des Zwischenlagers: Ahaus bereitet sich auf künftige Atomtransporte vor

Das Zwischenlager Ahaus bereitet sich auf eine herausfordernde Aufgabe vor: die Aufnahme von insgesamt 152 Castor-Behältern, die hochradioaktiven Abfall aus der stillgelegten Forschungsanlage in Jülich enthalten. Um einen reibungslosen und sicheren Ablauf sicherzustellen, wurde im Vorfeld ein umfassendes Training unter Einsatz eines leeren Behälters durchgeführt. David Knollmann, Sprecher des Zwischenlagers, hob die intensive und sorgfältige Vorbereitung hervor. Dennoch bleibt der genaue Termin für den geplanten Transport offen.

Die notwendige Genehmigung für den Transport wurde bereits Ende August vom Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) in Berlin erteilt. Diese hochgradig umstrittene Aktion betrifft den Transport des radioaktiven Materials über eine Strecke von circa 170 Kilometern, die auf dem Straßenweg nach Ahaus bewältigt werden soll. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat zwar kritische Einwände gegen diesen Transport erhoben und einen Eilantrag gegen die Entscheidung eingereicht, doch die Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin steht noch aus. Die Stadt Ahaus hingegen hat sich entschieden, keine rechtlichen Schritte gegen den Transport zu unternehmen.

Im Zwischenlager Ahaus übernimmt die Gesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ), die für 17 Standorte in ganz Deutschland verantwortlich ist, die gezielte Verwaltung und Verantwortung, sobald die Container das Gelände erreichen. Ein standardisiertes und umfassendes Verfahren zur Einlagerung stellt dabei die Sicherheit sicher: Dazu gehören die genaue Prüfung der eingehenden Strahlungswerte, das Entfernen der Sicherungseinhausungen sowie die Installation von Sensoren zur kontinuierlichen Überwachung der Dichtheit der Behälter. Aktuell befinden sich im Lager bereits 329 solcher Behälter, darunter die speziellen Castor THTR/AVR, die für ihre charakteristischen kugelförmigen Brennelemente aus Hamm-Uentrop bekannt sind.

Während die rechtlichen Auseinandersetzungen weiterhin im Gange sind, hebt dieser bevorstehende Transport die präzise Planung und die notwendigen Anpassungen bei der nuklearen Entsorgung hervor. Diese Ereignisse unterstreichen die strukturelle Notwendigkeit und das Potenzial, künftige Herausforderungen auf diesem sensiblen Gebiet effektiv anzugehen.