Der Umsatz im vierten Quartal belief sich auf 678 Millionen Dollar und lag damit spürbar über den durchschnittlichen Schätzungen der Analysten von 626 Millionen Dollar. Zwar ist das Geschäft mit dem COVID-19-Vakzin Spikevax nach dem Ende der Pandemie drastisch geschrumpft, doch Moderna konnte durch Kostensenkungen und Effizienzsteigerungen den finanziellen Druck besser abfedern als von vielen Experten befürchtet.

Strategischer Fokus: Leben nach der Pandemie
Das Unternehmen befindet sich in einer entscheidenden Übergangsphase. Um die Milliardenverluste der Post-Corona-Ära hinter sich zu lassen, treibt CEO Stéphane Bancel eine massive Pipeline-Erweiterung voran:
- Umsatzwachstum 2026: Das Management bekräftigte das Ziel, im kommenden Jahr ein Umsatzwachstum von bis zu 10 Prozent zu erreichen.
- Neue Zulassungen: Für 2026 werden erste Zulassungen für den kombinierten Grippe-COVID-Impfstoff sowie den reinen mRNA-Grippeimpfstoff erwartet.
- Finanzielle Disziplin: Die Betriebskosten sollen von 5,0–5,2 Milliarden Dollar im Jahr 2025 auf rund 4,9 Milliarden Dollar im Jahr 2026 sinken. Ziel ist es, bis 2028 die Gewinnschwelle auf Cashflow-Basis zu erreichen.
Rückschlag bei der FDA
Trotz der guten Quartalszahlen gab es zuletzt einen Dämpfer: Am 10. Februar 2026 erhielt Moderna von der US-Gesundheitsbehörde FDA einen „Refusal-to-File“-Bescheid für seinen saisonalen Grippeimpfstoff (mRNA-1010). Die Behörde forderte weitere Daten an, was den Zeitplan geringfügig belasten könnte. Dennoch bleibt der Konzern bei seiner langfristigen Prognose und setzt auf klinische Erfolge in den Bereichen Onkologie und seltene Krankheiten.
Mit liquiden Mitteln in Höhe von rund 8,1 Milliarden Dollar zum Jahresende 2025 verfügt Moderna über ein ausreichendes Polster, um die Forschung und Entwicklung seiner ambitionierten Pipeline weiter zu finanzieren.


