27. Mai, 2024

Technologie

Microsofts Großinvestition: Milliarden für Frankreichs digitale Zukunft

Microsofts Großinvestition: Milliarden für Frankreichs digitale Zukunft

In einer bemerkenswerten Offensive zur Stärkung seiner technologischen Präsenz in Europa hat sich Microsoft zu einer massiven Investition in Frankreich verpflichtet. Der Software-Riese plant, 4 Milliarden Euro in die Expansion seiner Cloud-Technologie und Künstliche Intelligenz Kapazitäten zu stecken, um Innovation und Entwicklung maßgeblich voranzutreiben. Paris und Marseille werden dabei als zentrale Standorte fungieren, ergänzt durch eine neu zu errichtende Niederlassung in Mulhouse – ein strategischer Schachzug im französisch-deutschen Grenzgebiet.

Die Ankündigung aus dem Élysée-Palast fällt zusammen mit der Investorenkonferenz 'Choose France', die sich als wahrer Magnet für ausländische Finanzströme erweist. Neben Microsoft fassen weitere Schwergewichte wie Amazon beachtliche Summen ins Auge – rund 1,2 Milliarden Euro sollen es sein – um das französische Geschäft auszubauen und Tausende neue Arbeitsplätze zu schaffen. Das finanzielle Engagement der Pharmariesen Astrazeneca und Pfizer unterstreicht einmal mehr Frankreichs Anziehungskraft, die maßgeblich durch fortlaufende Steuerreformen und Fokussierung auf Schlüsseltechnologien gestärkt wird.

Die Ausrichter der 'Choose France' Tagung dürften sich die Hände reiben: Insgesamt 15 Milliarden Euro wurden in Versprechungen gefasst, verteilt auf 56 zukunftsweisende Projekte. Ein neuer Rekord, der, folgt man den Worten Präsident Macrons, als Frucht konsequenter Reformpolitik verstanden werden darf. Der Erfolg der Veranstaltung, die seit 2018 jährlich stattfindet und bereits letztes Jahr 13 Milliarden Euro einfuhr, scheint damit fortgeschrieben.

Die gerade von EY hervorgehobene Spitzenposition Frankreichs in Sachen Investitionsattraktivität in Europa fügt sich nahtlos in dieses positive Bild. Allerdings mahnen die Worte des französischen Wirtschafts- und Finanzministers Bruno Le Maire zur Vorsicht, die auf einen strafferen Haushaltskurs hindeuten – ein notwendiger Konter zur steigenden Staatsverschuldung und einem Haushaltsdefizit, das über den Erwartungen liegt.