03. Februar, 2026

Quartalszahlen

Merck & Co. taumelt trotz Keytruda-Milliarden in das Ende der Patent-Ära

Der drohende Patentverlust für Kernprodukte wie Januvia zwingt den US-Pharmagiganten zu einer drastischen Senkung der Jahresprognose für 2026. Konzernchef Rob Davis scheitert mit seinen defensiven Ausblicken an den hohen Renditeerwartungen der Wall Street.

Merck & Co. taumelt trotz Keytruda-Milliarden in das Ende der Patent-Ära
Merck & Co. korrigiert seine Ziele für 2026 nach unten. Auslaufende Patente für Diabetes-Medikamente wie Januvia überschatten das starke Keytruda-Wachstum.

Die Keytruda-Abhängigkeit wird zur tödlichen Falle für den US-Konzern

Zwar liefert das Krebsmedikament Keytruda weiterhin Rekordumsätze, doch das Ende des Patentschutzes rückt unaufhaltsam näher. Die Märkte ignorieren die soliden Quartalszahlen von 16,4 Milliarden Dollar und fokussieren sich ausschließlich auf das künftige Umsatzloch.

Investoren bewerten das Unternehmen zunehmend als riskante Wette auf eine unsichere Pipeline. Ein Umsatzmaximum von 67 Milliarden Dollar für 2026 enttäuscht die Analysten, die das Fundament für die Zeit nach den Blockbustern schwinden sehen.

Patenterosion bei Januvia zerstört die Margenstärke im Diabetes-Segment

Der Umsatzschwund bei etablierten Medikamenten frisst die Gewinne aus der Onkologie-Sparte schneller auf als erwartet. Das Management hat es versäumt, rechtzeitig äquivalente Nachfolgeprodukte zu etablieren, um den Preisverfall durch Generika zu stoppen.

Die bereinigten Quartalsgewinne von 2,04 Dollar je Aktie sind lediglich ein letztes Aufflackern vor der großen Korrektur. Analysten strafen die Aktie ab, da die Preissetzungsmacht im Kerngeschäft durch den Verlust der Exklusivität massiv unter Druck gerät.

Strategische Leere überschattet die operative Stärke der Vergangenheit

Ohne aggressive Zukäufe oder bahnbrechende Neuzulassungen droht Merck & Co. die Herabstufung zum reinen Substanzwert ohne Wachstumspotenzial. Die Korrektur des Ausblicks ist das Eingeständnis, dass die interne Forschung den Wettlauf gegen die Zeit verliert.

Kapitalmärkte fordern nun radikale Antworten auf die Frage, wie das Unternehmen die Milliardenausfälle ab 2027 kompensieren will. Die Ära der sicheren Blockbuster-Renditen bei Merck ist mit diesem Dienstag offiziell beendet.

Der Konzern steht vor einer schmerzhaften Restrukturierung seiner gesamten Wertschöpfungskette.

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