Die turbulenten Wogen an den europäischen Aktienmärkten haben sich am Freitag in der zweiten Tageshälfte deutlich beruhigt. Ausschlaggebend hierfür waren positive Impulse von den US-Börsen, die nach einem Mittagseinbruch an den Terminmärkten auch auf diesem Kontinent für Entspannung sorgten. Der EuroStoxx 50, das Leitbarometer der Eurozone, sah sich zunächst einem Rückgang bis um 1,6 Prozent gegenübergestellt und fiel dadurch auf den niedrigsten Stand seit Dezember. Diese Bewegung dürfte die Hoffnungen auf eine "Jahresendrally", die bis nah an die Marke von 4800 Punkten herangereicht hatte, vorerst gedämpft haben. Mit einem Schlusskurs von 4862,28 Punkten konnte der EuroStoxx jedoch den Tagesverlust letztendlich auf moderate 0,3 Prozent begrenzen. Betrachtet man den Wochenverlauf, so resultiert daraus dennoch ein Verlust von etwas mehr als zwei Prozent. Der Stoxx 50 hingegen, der auch Unternehmen außerhalb der Eurozone abbildet, verzeichnete am Freitag einen deutlicheren Rückgang von 1,6 Prozent. Der Kursrutsch wurde maßgeblich durch den Einbruch der Aktien des wertvollsten Unternehmens Europas, Novo Nordisk, ausgelöst. Auch die Börsen in der Schweiz und Großbritannien erlebten eine gewisse Erleichterung: Der Schweizer SMI sank um lediglich 0,26 Prozent auf 11.384,92 Punkte, während der britische FTSE 100 ebenfalls mit einem Rückgang von 0,26 Prozent bei 8.084,61 Punkten schloss.
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Markterholung zum Wochenschluss: US-Börsen entlasten europäische Märkte