19. April, 2024

Märkte

Märkte im Mischmodus: EuroStoxx schließt schwach, doch die Woche gewinnt

Märkte im Mischmodus: EuroStoxx schließt schwach, doch die Woche gewinnt

Der europäische Aktienmarkt zeigte sich zum Wochenabschluss unentschlossen, konnte jedoch das Gesamtbild der Woche mit einem positiven Akzent versehen. Investoren agierten mit einer Mischung aus Zurückhaltung und Optimismus, hervorgerufen durch neueste geldpolitische Signale. Die US-Notenbank hatte eine dreifache Zinssenkung in Aussicht gestellt, und die Bank of England signalisierte eine mögliche Lockerung des britischen Leitzinses. Darüber hinaus überraschte die Schweizer Nationalbank mit einer eigenen Zinssenkung.

Trotz eines leichten Rückgangs am Freitag – der EuroStoxx 50 schloss mit einem Minus von 0,42 Prozent – verzeichnete er auf Wochensicht eine Steigerung von etwa einem Prozent. Auch der französische Cac 40 gab am Ende der Woche etwas nach, wogegen der britische FTSE 100 sich nach oben bewegte, angetrieben durch ermutigende Wirtschaftsdaten zum britischen Einzelhandel, die eine stattliche Stagnation statt des erwarteten Rückgangs offenbarten.

Anleger schätzten vor allem Versorger- und Immobilienaktien, während Papiere aus dem Reise-, Freizeit- und Technologiebereich eher abgestoßen wurden. Auf Unternehmensebene konnte die Santander Bank ihre Aktionäre beim Jahrestreffen überzeugen, was zu einem Kursanstieg von 2,1 Prozent führte. Die markigen Worte des Vorstands erhöhten das Vertrauen in einen starken Jahresstart.

Kering und LVMH standen hingegen unter Verkaufsdruck mit Verlusten von 3,6 und 2,3 Prozent. Der Abgang des stellvertretenden Konzernchefs Antonio Belloni bei LVMH sorgte zusätzlich für Unsicherheit, und Analytiker der RBC prognostizierten ein gebremstes Wachstum im ersten Quartal. Die britische Modekette JD Sports erlebte ebenfalls einen deutlichen Kursrückgang nach einem enttäuschenden Ausblick des amerikanischen Konkurrenten Nike. Erfreuliche Nachrichten gab es indes bei der Phoenix Group, deren Aktien um beeindruckende 8,4 Prozent zulegten, dank unerwartet guter Liquiditätszahlen.