25. Februar, 2024

Wirtschaft

Leichter Rückenwind in stürmischen Zeiten: Ryanair mit Dellen in der Flugauslastung

Leichter Rückenwind in stürmischen Zeiten: Ryanair mit Dellen in der Flugauslastung

Die irische Fluggesellschaft Ryanair hat den Jahresbeginn mit einer etwas leichteren Auslastung ihrer Flotte hinter sich gebracht. Im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres verzeichnete der Billigflieger für den Monat Januar eine Verringerung des Auslastungsfaktors um zwei Prozentpunkte, was diesen auf 89 Prozent drückt. Ein Blick auf die Passagierzahlen verrät jedoch auch Positives: Es konnte ein Anstieg von 3 Prozent auf 12,2 Millionen Reisende festgestellt werden. Trotz des bestehenden Konflikts im Nahen Osten, welcher zur Streichung von über 950 Flügen führte, bewältigte Ryanair mehr als 71.700 Flüge im ersten Monat des Jahres.

Zu Jahresbeginn hatte Ryanair eine gewisse Zurückhaltung signalisiert, die auf eine temporäre Verringerung der Sitzplatzauslastung hindeutete. Diese Prognose stand im Zusammenhang mit der Entscheidung einiger führender Reiseportale, wie zum Beispiel Booking.com, Flüge des Anbieters aus ihrem Repertoire zu entfernen. Diese Reaktion war eine direkte Konsequenz aus Beschwerden durch Verbraucherorganisationen sowie einem Urteil eines irischen Gerichts bezüglich der Handhabe von Flugdaten auf der Ryanair-Website.

Die Airline reagierte auf diese Herausforderung mit einer Forcierung des Vertriebs über die eigene Buchungsplattform. Dieser strategische Schwenk erfordert allerdings eine Eingewöhnungszeit und bringt vorläufig auch eine Reduktion der Ticketpreise mit sich. Hiermit sollen die kurzfristigen Einbußen kompensiert und die Auslastung wieder gesteigert werden.