28. Februar, 2024

Märkte

Leichter Anstieg der Ölpreise trotz höherer Lagerbestände

Leichter Anstieg der Ölpreise trotz höherer Lagerbestände

Die Energiemärkte zeigten sich am Mittwoch von einer eher stabilen Seite, als geringe Veränderungen die Ölpreise leicht nach oben trieben. Ein Fass der Sorte Brent, das im April geliefert werden soll, erreichte einen Wert von 78,81 US-Dollar und lag damit um 21 Cent über dem Schlusskurs des Vortages. West Texas Intermediate, das im März zur Auslieferung ansteht, erlebte einen Anstieg um 16 Cent und wurde zu 73,47 Dollar gehandelt.

Die Preisentwicklung fand vor dem Hintergrund wachsender Unsicherheiten in einer geopolitisch angespannten Region statt. Nach einem neuerlichen Angriff auf ein Handelsschiff im Roten Meer, nahe der Küste Jemens, blieben die Märkte sensibel für Risiken, die sich aus der prekären Sicherheitslage in diesem Schlüsselgebiet für den weltweiten Ölhandel ergeben. Die griechische Küstenwache bestätigte Vorfälle in der Nähe eines griechischen Schiffes, was die Befürchtungen bezüglich der Sicherheit der Routen weiter schürte. In jüngster Zeit hatten die vom Iran unterstützten Huthi-Milizen für Unruhe gesorgt, indem sie Schiffe in dieser für den Öltransport strategisch bedeutenden Zone attackierten und somit den Suezkanal, eine essentielle Verkehrsverbindung zwischen Asien und Europa, potenziell gefährdeten.

Jüngst veröffentlichte Lagerdaten, die einen überraschend starken Anstieg der Rohölbestände und eine Zunahme der Förderung zeigten, konnten den Aufwärtstrend jedoch nicht signifikant bremsen. Interessanterweise fielen die Bestände an Benzin und Destillaten entgegen dieser Tendenz, was teilweise der Erklärung für die widerstandsfähigen Ölpreise in einem ansonsten druckvollen Umfeld sein könnte.