28. Februar, 2024

Wirtschaft

Landwirte rollen aus Protest am Flughafen Frankfurt auf

Landwirte rollen aus Protest am Flughafen Frankfurt auf

In einem beeindruckenden Aufmarsch haben sich heute Samstagmorgen hunderte Landwirte mit ihren Traktoren auf den Weg zum Frankfurter Flughafen gemacht, um gegen die anstehende Kürzung von Steuererstattungen auf Agrardiesel zu protestieren. Die beeindruckende Kolonne fuhr in einem korrdinierten Konvoi rund um das Flughafengelände und forderte dadurch Passagieren sowie dem Flughafenbetreiber Fraport herausragendes logistisches Geschick ab.

Frühreisende am Frankfurter Airport wurden von einer nicht alltäglichen Verkehrssituation überrascht, als die Landwirte, wie geplant, ab 6:00 Uhr morgens eine Protestfahrt rund um das Areal starten. Wie der hessische Bauernverband mitteilte, sollte die Demonstration ein klares Zeichen gegen das bevorstehende Ende der Steuerrückerstattungen setzen, was nachhaltigen Einfluss auf die Agrarwirtschaft haben könnte.

Passagiere und Angestellte des Flughafens mussten sich auf erhebliche Beeinträchtigungen einrichten, da sowohl die Anreise zum Flughafen als auch der Verkehr in der Umgebung durch den stillen Protest auf Rädern stark betroffen waren. Fraport appellierte an die Reisenden, mehr Zeit für die Anfahrt einzuplanen oder alternativ auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen. Besonders die Bundesstraßen 43 und 44, der Airportring sowie die Anschlussstelle Zeppelinheim der A5 sahen sich Verkehrsbehinderungen ausgesetzt.

Der Bauernverband hatte die Route sorgfältig ausgemalt: Die Fahrt sollte gegen den Uhrzeigersinn nördlich des Flughafens starten, über Mörfelden zur Cargo City Süd führen, dort wenden und im Uhrzeigersinn zurück zur Ausgangsposition bei Schwanheim enden.

Diese Form des Protests ist nur ein Beispiel für die wachsende Bereitschaft von Landwirten, auf Missstände hinzuweisen und ihren Unmut öffentlich zu machen. Wie es scheint, wird die Agrarpolitik in Zukunft nicht nur auf den Feldern, sondern auch auf den Straßen ausgetragen werden.