Die Umsatzprognose für 2026 übertrifft die skeptischen Erwartungen deutlich
Capgemini meldet sich zurück. Nach einem desaströsen Börsenjahr wagt der Konzern einen optimistischen Ausblick, der Investoren aufhorchen lässt.
Für das Jahr 2026 prognostiziert die Beratungsgesellschaft ein Umsatzwachstum zwischen 6,5 und 8,5 Prozent.
Damit liegt das Management fast exakt im Korridor der durchschnittlichen Analystenschätzung von 7,2 Prozent. Dies signalisiert eine deutliche Beschleunigung gegenüber der Stagnation des Vorjahres.
Finanzkennzahlen zeigen gemischtes Bild aus Umsatzplus und Gewinnschwund
Ein Blick auf die Bilanz 2025 offenbart Licht und Schatten. Der Umsatz kletterte lediglich um 1,7 Prozent auf 22,5 Milliarden Euro.
Zwar lag dieser Wert leicht über den Markterwartungen von 22,3 Milliarden Euro, doch die Profitabilität litt unter dem schwierigen makroökonomischen Umfeld.
Der Nettogewinn sank um 4,2 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro. Die Aktie hatte daraufhin seit Jahresbeginn rund 30 Prozent an Wert verloren.
Künstliche Intelligenz und der Verkauf der US-Sparte sollen die Wende bringen
Um das Ruder herumzureißen, justiert das Management die strategische Ausrichtung neu. Der Fokus verschiebt sich massiv in Richtung Zukunftstechnologien.
„Das Unternehmen setzt verstärkt auf Programme zur Einführung von Künstlicher Intelligenz sowie auf Nachfrage nach sogenannter souveräner Technologie“, so Capgemini in der aktuellen Mitteilung.
Gleichzeitig wird Ballast abgeworfen. Capgemini plant den Verkauf der US-Tochter Capgemini Government Solutions.
Dieser Schritt erfolgt als direkte Reaktion auf eine verhaltene Nachfrage in spezifischen Märkten, die das Wachstum zuletzt bremste.

