17. Juli, 2024

Krypto

Kryptokrise: Bitcoin rauscht auf Jahrestief!

Der Bitcoin-Markt steht vor einer Zerreißprobe. Der jüngste Preissturz hat nicht nur Anleger, sondern auch die Krypto-Community schockiert.

Kryptokrise: Bitcoin rauscht auf Jahrestief!
Dramatischer Kurssturz bei Bitcoin nach Einführung neuer Spot-ETFs in den USA.

Am frühen Montagmorgen rutschte der Bitcoin-Kurs auf der renommierten Handelsplattform Bitstamp auf ein bedenkliches Tief von 59.700 Dollar. Dies markiert den niedrigsten Stand seit Beginn des Mais.

Trotz einer leichten Erholung über die psychologisch wichtige Marke von 60.000 Dollar zum Tagesende, bleibt der Verlust von fast 3.000 Dollar oder etwa 4,5 Prozent im Vergleich zum Vortag alarmierend.

Einfluss der Spot-ETFs

Die jüngste Abwärtsspirale lässt sich teilweise durch eine regulatorische Entscheidung der USA zu Jahresbeginn erklären. Die Genehmigung von börsengehandelten Spot-ETFs, die direkte Investitionen in Kryptowährungen ermöglichen, hatte zunächst einen Ansturm auf digitale Assets ausgelöst, der Bitcoin zeitweise auf ein Allzeithoch von nahezu 74.000 Dollar trieb.

„Diese anfängliche Euphorie hat sich jedoch schnell gelegt“, erklärt Timo Emden von Emden Research. „Jetzt dominieren die Kapitalabflüsse und verstärken den Druck auf die Preise.“

Herausforderungen und Marktunsicherheit

Die Perspektiven für Bitcoin sehen düster aus. Emden betont, dass es derzeit wenig Hoffnung auf eine rasche Erholung gibt.

„Ohne klare Signale zur zukünftigen US-Geldpolitik bleiben vor allem riskante Anlagen wie Bitcoin unter Druck.“

Die Unsicherheit belastet den Markt zunehmend.

Eine zusätzliche Belastung für den Bitcoin-Preis könnte bald durch die Rückzahlungen der gescheiterten Handelsplattform Mt. Gox entstehen. Ab Juli sind Auszahlungen in Bitcoin und Bitcoin Cash geplant, die das Angebot auf dem Markt deutlich erhöhen könnten.

"Das könnte zu weiterem Preisdruck führen", warnt Emden.

Technische Analyse

Aus charttechnischer Sicht befindet sich Bitcoin auf dünnem Eis.

"Der Abwärtstrend hat sich seit Mitte Juni verfestigt und diese Woche weiter intensiviert", analysiert Emden.

Derzeit handelt Bitcoin signifikant unter den 21- und 50-Tage-Durchschnittslinien, was kurz- bis mittelfristig auf negative Trends hindeutet. Einzig die 200-Tage-Linie bietet noch etwas Unterstützung.

Investoren stehen vor zahlreichen Herausforderungen: von regulatorischen Veränderungen über makroökonomische Unsicherheiten bis hin zu potenziellen neuen Angeboten durch die Abwicklung von Mt. Gox.