21. Juni, 2024

Wirtschaft

Kritik am Sponsoring-Deal: Kontroverse um Partnerschaft zwischen BVB und Rheinmetall

Kritik am Sponsoring-Deal: Kontroverse um Partnerschaft zwischen BVB und Rheinmetall

Im jüngst bekanntgegebenen Werbedeal zwischen Borussia Dortmund (BVB) und dem Rüstungskonzern Rheinmetall sieht der Sportbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Thorsten Latzel, eine deutliche Fehlentwicklung. Laut einer Mitteilung der EKD vom Donnerstag betonte der rheinische Präses, dass Werbung für Waffenfirmen in Stadien keinerlei Legitimation habe und bezeichnete den Deal als 'gezielte kommunikative Grenzüberschreitung' sowie als mehrfach problematisch.

Die Partnerschaft, die für die kommenden drei Jahre fixiert wurde, umfasst eine breite Palette an Marketingmaßnahmen, darunter reichweitenstarke Werbeflächen, umfassende Vermarktungsrechte sowie diverse Event- und Hospitality-Angebote im Stadion und auf dem Vereinsgelände.

Latzel argumentierte, dass internationale Sportturniere dazu beitragen sollen, friedliche Völkerverständigung zu fördern. Das Prinzip des Olympischen Friedens, bei dem kriegerische Aktivitäten ruhten, werde durch die Werbung für Waffenhersteller konterkariert. Zwar sei es legitim, die Ukraine im Kontext des russischen Angriffskrieges zu unterstützen und die Verteidigungsfähigkeit Europas zu stärken, so Latzel. Doch die Normalisierung von Waffen und Kriegen durch Werbepartnerschaften sei ein inakzeptabler Schritt. 'Militärische Gewalt und Waffen sollten stets das letzte Mittel zur Eindämmung größerer Gewalt bleiben und dürfen niemals als 'normal' betrachtet werden', unterstrich er.

Die Vereinbarung zwischen Rheinmetall und dem BVB ist nicht nur Gegenstand intensiver Diskussionen, sondern stellt auch einen Balanceakt im Spannungsfeld zwischen Sport, Wirtschaft und gesellschaftlicher Verantwortung dar.