24. Juni, 2024

Wirtschaft

ESG-Wahnsinn bedroht deutsche Mittelständler!

Neue EY-Studie zeigt: Unternehmen müssen mit strengeren Kreditprüfungen rechnen – Mittelstand unter Druck durch erhöhte ESG-Anforderungen

ESG-Wahnsinn bedroht deutsche Mittelständler!
Steht die deutsche Wirtschaft vor einer neuen Kreditkrise? Eine aktuelle EY-Umfrage legt offen, dass mehr als die Hälfte der deutschen Banken planen, die Kreditvergabe an Unternehmen zu verschärfen.

Die Aussichten für deutsche Unternehmen trüben sich ein: Eine aktuelle Umfrage der Beratungsgesellschaft EY legt nahe, dass Banken in Deutschland in den nächsten sechs Monaten eine restriktivere Kreditvergabe anstreben.

Diese Entwicklung könnte die bereits angespannte wirtschaftliche Lage weiter verschärfen. In der EY-Studie, an der 100 Geldhäuser teilnahmen, erklärten 52 Prozent der Befragten, dass sie eine strengere Handhabung bei der Kreditvergabe an Firmen planen. Nur acht Prozent der Banken signalisierten eine Lockerung ihrer Richtlinien.

Konjunkturflaute als Dämpfer für Kreditvergabe

Das Wirtschaftswachstum in Deutschland verharrt auf einem niedrigen Niveau. Mit einem marginalen Anstieg von 0,2 Prozent im ersten Quartal konnte gerade noch eine Rezession vermieden werden.

„Die Wachstumsaussichten für ein Land wie Deutschland sind eigentlich ungenügend“, konstatierte Michael Kotzbauer, Firmenkundenchef der Commerzbank, kürzlich bei einer Veranstaltung des Privatbankenverbands BdB.

Die gedämpfte Kreditnachfrage verschärft das Dilemma, in dem sich deutsche Unternehmen befinden: Investitionen sind nötig, doch die finanziellen Mittel werden knapper.

ESG-Anforderungen – Ein zusätzlicher Belastungsfaktor

Neben der restriktiven Kreditvergabe sorgt ein weiteres Thema für Unruhe im Mittelstand: die steigenden Anforderungen im Bereich der Nachhaltigkeit (ESG). Hans-Toni Junius, Geschäftsführer des Metallverarbeiters Waelzholz und Präsidiumsmitglied beim Industrieverband BDI, äußerte sich kritisch über den zunehmenden Druck, den Banken in Sachen ESG ausüben.

„Diese Regulierungswut – teilweise aus Brüssel – wirkt auf so einen kleinen Mittelständler hemmend“, betonte Junius.

Wirtschaftliche Erholung sollte normalerweise oberste Priorität haben, daher empfinden viele die verschärften Berichtspflichten als hinderlich.

Die Bankenlandschaft – eine Insel der relativen Stabilität

Trotz der skeptischen Einschätzung der Wirtschaftslage bewerten die Banken ihre eigene Situation überraschend positiv. 92 Prozent der im Rahmen der EY-Studie befragten Institute beurteilen ihre aktuelle operative Geschäftsentwicklung als positiv, und 93 Prozent sehen auch für die Zukunft gute Aussichten.

Diese Einschätzungen stehen in starkem Kontrast zur allgemeinen Wirtschaftsstimmung und könnten auf die Vorteile der Zinserhöhungen durch die Europäische Zentralbank zurückzuführen sein, die die Einnahmesituation der Banken verbessert haben.