19. April, 2024

Wirtschaft

Konsolidierungswelle bei Continental: Massive Stellenstreichungen in Hessen

Konsolidierungswelle bei Continental: Massive Stellenstreichungen in Hessen

Continental, ein Schwergewicht in der Automobilzuliefererbranche, setzt Umstrukturierungsmaßnahmen in Hessen mit beachtlicher Tragweite um: Die Zusammenführung seiner Automotive-Bereiche an den Standorten Frankfurt und Babenhausen führt zur Schließung der Zweigstellen in Schwalbach und Wetzlar bis Ende 2025. Diese tiefgreifende Neuordnung wird den Wegfall von 1200 Arbeitsplätzen zur Folge haben. Der Konzern strebt dabei ein sozialverträgliches Vorgehen an, indem ein Teil der Belegschaft an die verbleibenden Arbeitsorte umziehen soll, während andere sich mit dem Verlust ihrer Positionen konfrontiert sehen.

Der umfassende Umbau beschränkt sich nicht nur auf die Schließungen: Auch an den künftigen Hauptstandorten Frankfurt und Babenhausen sind Stellenkürzungen und -verlegungen vorgesehen. Von den 8000 Angestellten in der Region sollen insgesamt 2300 von den Änderungen betroffen sein. Hierbei geht es nicht nur um administrative Tätigkeiten, sondern ebenso um Schlüsselbereiche wie Forschung und Entwicklung.

Philipp von Hirschheydt, Vorstand des Automotive-Sektors bei Continental, betont, dass diese Schritte eine Optimierung der Kostensituation und eine Stärkung der synergetischen Zusammenarbeit in Forschung und Entwicklung ermöglichen werden. Frankfurt soll sich in dieser neuen Konstellation zum Innovationszentrum für Fahrzeugsoftware und -architekturen mausern, während Babenhausen sich auf die Herstellung von Anzeigen und Cockpits spezialisieren wird.

Diese Kursänderung ist Teil eines umfangreichen Sanierungsprogramms, das bereits im Februar angekündigt wurde. Global gesehen strebt Continental an, im Zuge dieses Programms 7150 Arbeitsplätze zu streichen sowie Standorte zu konsolidieren. Die erhofften wirtschaftlichen Effekte sind beträchtlich: Eine Reduzierung der Verwaltungsausgaben um 400 Millionen Euro ab 2025 und eine Senkung der Forschungs- und Entwicklungskosten auf unter zehn Prozent des Umsatzes bis 2028 soll die Wettbewerbsfähigkeit von Continental stärken.