19. April, 2024

Märkte

Konjunkturoptimismus dämpft Zinssenkungsfantasien: Aktienmärkte in Europa geben nach

Konjunkturoptimismus dämpft Zinssenkungsfantasien: Aktienmärkte in Europa geben nach

Nach einem kräftigen Start ins Jahr haben die europäischen Aktienmärkte einen Dämpfer erfahren, da sich Investoren am Dienstag von ihren Positionen trennten, um Gewinne mitzunehmen. Ein Impuls aus den Vereinigten Staaten blieb zur Unterstützung der Märkte aus, was den Start ins zweite Quartal überschattete.

Marktteilnehmer sehen in den jüngst festen Konjunkturdaten einen Grund dafür, dass weniger Zinssenkungen vonseiten der US-Notenbank Fed eingepreist werden als zuvor erhofft. Diese Erwartungskorrektur trug zu den Abwärtsbewegungen an den Börsen bei.

Der EuroStoxx 50, Barometer der Eurozone, verzeichnete einen Abschlag von 0,81 Prozent und schloss bei 5042,00 Punkten. Es zeigte sich auch in Frankreich ein Rückgang, wo der Cac 40 um 0,92 Prozent auf 8130,05 Punkte fiel. In Großbritannien büßte der FTSE 100 moderate 0,22 Prozent ein und endete den Tag bei 7935,09 Punkten.

Kapitalmarktstrategen wie Jürgen Molnar von Robomarkets deuten darauf hin, dass eine Marktberuhigung oder sogar eine technische Korrektur im weiteren Verlauf des Quartals durchaus im Bereich des Möglichen läge. Dabei dürften insbesondere geopolitische Unsicherheiten als Risikofaktoren nicht unterschätzt werden. Während die Konjunkturlage als robust interpretiert wird, offenbaren sich in der Zinspolitik nun neue Bewertungskriterien für Anleger.