19. Mai, 2024

Technologie

Komplette Mobilfunkabdeckung: Netzagentur plant lückenlose Konnektivität bis 2030

Komplette Mobilfunkabdeckung: Netzagentur plant lückenlose Konnektivität bis 2030

Die Bundesnetzagentur hat ambitionierte Pläne für die Zukunft des Mobilfunknetzes in Deutschland präsentiert. Bis zum Beginn des nächsten Jahrzehnts soll fast das gesamte Bundesgebiet lückenlos mit Handynetzen versorgt sein, um so die bisherigen Funklöcher zu eliminieren. Die Netzbetreiber Deutsche Telekom, O2 (Telefónica) und Vodafone stehen vor der Herausforderung, bis 2030 jeweils 99,5 Prozent der Landesfläche mit einer Mindestgeschwindigkeit von 50 Megabit pro Sekunde zu bedienen. Dieser Vorstoß markiert eine Trendwende in den staatlichen Netzausbaupflichten, die zuvor vorrangig auf Haushaltsabdeckung fokussiert waren. Mit der neuen Flächendeckungsinitiative rücken nun vor allem die dünn besiedelten Regionen in den Mittelpunkt des Ausbaus.

Klaus Müller, Chef der Bundesnetzagentur, unterstrich die Relevanz der Erweiterung und Verbesserung der Handynetze, insbesondere in ländlichen Gebieten. Zwar weist die Agentur aus, dass schon heute im Durchschnitt circa 99 Prozent des Landes mit der geforderten Geschwindigkeit versorgt sind, jedoch gibt es innerhalb der Branche Zweifel an dieser Statistik. Die Messergebnisse variieren je nach den zugrunde liegenden Parametern. Anfang des Jahres vermeldete die Netzagentur, dass die Deutsche Telekom etwa 91,6 Prozent, Vodafone circa 91,3 Prozent und O2 rund 86,4 Prozent der Fläche mit 4G abdeckten.

Während die Netzbetreiber sich auf eine großflächige Expansion vorbereiten, können sie im Gegenzug mit einer Verlängerung ihrer Nutzungsrechte an bestimmten Frequenzbereichen rechnen – ein zusätzlicher Anreiz, der die Netzausbaupläne unterstützen dürfte. Der präsentierte Entwurf, der noch weitere Bedingungen enthält, soll im Herbst finalisiert werden und bildet damit die Grundlage für die Transformation der deutschen Mobilfunklandschaft.