24. Juni, 2024

Wirtschaft

KfW verkauft Telekom-Aktien im Wert von 2,43 Milliarden Euro: Erlös fließt in den Bahnausbau

KfW verkauft Telekom-Aktien im Wert von 2,43 Milliarden Euro: Erlös fließt in den Bahnausbau

Die staatliche Förderbank KfW hat erneut Aktien der Deutschen Telekom veräußert und dabei einen beträchtlichen Erlös in Milliardenhöhe für den deutschen Staat erzielt. Nach Angaben des Bundesfinanzministeriums soll dieser Erlös zur Stärkung des Eigenkapitals der Deutschen Bahn AG und zum zukunftsweisenden Ausbau der Bahninfrastruktur in Deutschland verwendet werden. Die Aktien wurden an institutionelle Investoren verkauft.

Am Montagabend gab die KfW nach Börsenschluss bekannt, dass sie insgesamt 110 Millionen Aktien des Dax-Konzerns Deutsche Telekom zu einem Preis von 22,13 Euro je Aktie platziert hat. Dies führte zu einem Gesamterlös von rund 2,43 Milliarden Euro. Durch diesen Verkauf sank der gemeinsame, unmittelbar von KfW und dem Bund gehaltene Anteil an der Deutschen Telekom AG auf circa 27,8 Prozent.

Das Finanzministerium stellte klar, dass diese Transaktion Teil ihrer verantwortungsvollen Privatisierungspolitik ist. Trotz des Anteilsverkaufs bleiben der Bund und die KfW zentrale Aktionäre der Deutschen Telekom AG und werden eine erforderliche Beteiligungshöhe wahren. Innerhalb der nächsten drei Monate darf die KfW keine weiteren Telekom-Aktien ohne Zustimmung der Banken verkaufen.

In einer weiteren Mitteilung bestätigte die KfW, dass der Bund und die Förderbank weiterhin die größten Aktionäre der Deutschen Telekom AG bleiben werden. Bereits im zweiten Quartal hatte die KfW 22,4 Millionen Aktien über die Börse veräußert. Ende 2023 hielt der Bund zusammen mit der KfW noch gut 30 Prozent der Telekom-Aktien. Zu diesem Zeitpunkt gehörte der japanische Softbank-Konzern noch zu 4,5 Prozent den Bonnern.

Erst im Februar hatte sich die KfW auch von einem Paket von Post-Aktien getrennt und damit fast 2,2 Milliarden Euro erzielt. Angesichts der laufenden Haushaltsdebatte und des sanierungsbedürftigen deutschen Schienennetzes benötigt die Regierung dringend finanzielle Mittel, um in den kommenden Jahren milliardenschwere Modernisierungspläne für das Schienennetz umzusetzen. Nach dem Haushaltsurteil des Bundesverfassungsgerichts im November des Vorjahres stand Mitte Dezember fest, dass bei den Ausgaben für die Schiene nicht gekürzt werden soll.