24. Juli, 2024

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Kering-Aktie nach Kaufempfehlung im Aufwind

Kering-Aktie nach Kaufempfehlung im Aufwind

Eine Kaufempfehlung der Bank of America (BofA) hat am Donnerstag für Auftrieb bei den Aktien des Luxuswarenherstellers Kering gesorgt. Kurz nach Handelsbeginn an der Euronext stiegen die Papiere um 4,6 Prozent auf 341,65 Euro.

BofA-Analystin Ashley Wallace erkennt positive Entwicklungen bei der strauchelnden Marke Gucci. Nach einem erheblichen Umsatzrückgang im ersten Quartal, bedingt durch den Boykott wohlhabender Kunden in China, bemüht sich der Konzern intensiv, Gucci wieder in die Spur zu bringen. Neue kreative Köpfe und frische Produkte sollen den Weg ebnen. Wallace betont, dass diese Bemühungen erst auf mittlere bis lange Sicht Früchte tragen könnten. Erste positive Signale erwartet sie bereits in den kommenden Halbjahreszahlen, die am 24. Juli veröffentlicht werden.

Der Markenindikator der Bank of America deutet darauf hin, dass Gucci wieder an Beliebtheit bei Luxuskäufern gewinnt. Vor diesem Hintergrund hat Wallace ihre Gewinnerwartungen für das laufende und die kommenden Jahre angehoben. Das Kursziel wurde von 350 auf 450 Euro erhöht, was ein Kurspotenzial von etwa einem Drittel darstellt. Entsprechend wurde die Aktie von "Underperform" auf "Buy" heraufgestuft.

Auch die UBS-Analystin Zuzanna Pusz zeigte sich im Vorfeld der Halbjahreszahlen optimistisch. Trotz einer leichten Senkung ihres Kursziels von 415 auf 410 Euro bleibt ihr Votum bei "Buy". Sie sieht weiterhin erhebliches Potenzial bei Gucci und bezeichnet Kering als attraktive "Turnaround-Story". Eine mögliche Umsatzstabilisierung bei Gucci im zweiten Halbjahr könnte zudem für weiteren Aufwind für die Kering-Aktie sorgen.

Seit einem Rekordhoch von fast 800 Euro im Jahr 2021 befindet sich die Kering-Aktie jedoch unter Druck und hat seither fast 60 Prozent an Wert verloren. Allein in diesem Jahr belaufen sich die Verluste auf 14 Prozent. Mit einer Marktkapitalisierung von gut 40 Milliarden Euro bleibt Kering weit hinter Konkurrenten wie LVMH zurück, dessen Börsenwert bei rund 360 Milliarden Euro liegt.