27. April, 2026

Politik

Kambodscha öffnet seine Marinebasis für Japan: Ein diplomatischer Balanceakt

Kambodscha öffnet seine Marinebasis für Japan: Ein diplomatischer Balanceakt

In einem bemerkenswerten diplomatischen Schachzug hat Kambodschas ehemaliger Premierminister Hun Sen angekündigt, dass Japan künftig die Ream Marinebasis besuchen darf. Die amerikanische Besorgnis wächst, da dieselbe Anlage von den USA als mögliches Standbein für chinesische Militäraktivitäten betrachtet wird. Eine Renovierung der Basis, finanziert durch Peking, hat im Juni 2022 begonnen, während kambodschanische Offizielle jegliche Vereinbarungen über eine chinesische Stationierung zurückweisen.

Diese Entwicklung erfolgt vor dem Hintergrund der Abbrucharbeiten an einer 2020 errichteten US-Einrichtung vor Ort und der nachfolgenden Ablehnung eines US-Angebots zur Reparatur der Anlage. Während eines Besuchs von Akiba Takeo, Japans nationalem Sicherheitsberater, würdigte Hun Sen die positive Rolle, die Japan in der Region spiele – eine Region, die Japan als verlässlichen Partner schätze.

Die Beziehungen zwischen Kambodscha und den USA sind in letzter Zeit angespannt, insbesondere durch die Annäherung Kambodschas an China und die politischen Repressionen in Phnom Penh, die der Opposition geschadet haben. Der Schritt, Japan Zugang zu gewähren, kommt zwei Monate nach einer Aussage eines kambodschanischen Vizepremiers, der erklärte, dass jeder Staat, einschließlich der USA, den Hafen anlaufen könne, sobald die Modernisierungen abgeschlossen sind – ein klarer Hinweis, dass die Basis nicht exklusiv für China bestimmt sei.

Weitere Nuancen der kambodschanischen Außenpolitik zeigen sich durch einen Besuch der USS Savannah, ein Schiff der U.S. Navy, das nach acht Jahren das erste seiner Art war, das kambodschanische Gewässer ansteuerte.