19. April, 2024

Wirtschaft

Jungheinrich nimmt Schwung: Erwartungen steigen, Expansion in Nordamerika im Fokus

Jungheinrich nimmt Schwung: Erwartungen steigen, Expansion in Nordamerika im Fokus

Der Hamburger Gabelstapler-Spezialist Jungheinrich setzt nach einem gelungenen Geschäftsjahr 2023 auf eine Fortsetzung des Wachstumskurses. Vorstandschef Lars Brzoska äußerte sich zuversichtlich hinsichtlich der kommenden Monate und zeigte sich in einem Interview mit der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX besonders optimistisch für das zweite Halbjahr. In diesem Zuge justierte das Management seine Prognosen nach oben und übertraf mit dieser Korrektur die Einschätzungen von Analysten, die von Bloomberg befragt wurden.

Ebenso stehen weitere Wachstumsimpulse auf der Agenda: Finanzchief Volker Hues kann sich vorstellen, dass das Unternehmen durch Akquisitionen, besonders auf dem nordamerikanischen Markt, weiter expandieren wird.

Trotz eines zwischenzeitlichen Rückgangs am Vormittag behielt die MDax-gelistete Aktie ihr leichtes Plus und bleibt somit in dem seit Jahresbeginn bestehenden Preisintervall.

Für dieses Jahr prognostiziert Jungheinrich einen Umsatzsprung auf 5,3 bis 5,9 Milliarden Euro und erwartet ein operatives Ergebnis (Ebit) zwischen 420 und 470 Millionen Euro. Während Brzoska darauf hinweist, dass der Markt für Flurförderzeuge durch diverse globale Unsicherheiten herausgefordert wird, plant das Unternehmen dennoch eine Umsatzsteigerung und will bereits zur Mitte dieses Jahrzehnts die 6-Milliarden-Euro-Schwelle überschreiten.

Ermutigend fiel auch das Fazit für 2023 aus, in dem der Umsatz um 16 Prozent stieg und der operative Gewinn ebenfalls anwuchs. Diese Resultate liegen über den Erwartungen der Fachwelt, wobei das Ebit knapp unter den Prognosen blieb. Unterm Strich konnte das Unternehmen dennoch ein Gewinnplus von elf Prozent verbuchen.

Aktionäre dürfen sich über eine historisch hohe Dividende freuen, und auch das akquisitorische Potenzial bleibt laut Finanzvorstand Hues mit einer soliden Bilanzlage erhalten. Die Übernahme des US-amerikanischen Unternehmens Storage Solutions wurde als strategischer Schritt zur Verstärkung der Präsenz auf dem US-Markt erläutert, und es zeichnen sich weitere Investitionsziele in den USA ab.