15. Juli, 2024

Wirtschaft

Jüngere Bevölkerung durch Einwanderung: Neue Erkenntnisse dank Zensus 2022

Jüngere Bevölkerung durch Einwanderung: Neue Erkenntnisse dank Zensus 2022

Die Einwanderung hat einen nachhaltig verjüngenden Effekt auf die deutsche Bevölkerung. Dies geht aus einer jetzt veröffentlichten Datenbank des Statistischen Bundesamts hervor, die auf dem Zensus 2022 basiert. Während die deutsche Durchschnittsbevölkerung am 15. Mai 2022 im Mittel 45 Jahre alt war, liegt das Durchschnittsalter der nichtdeutschen Bevölkerung bei nur 37 Jahren.

Mit insgesamt rund 15,6 Millionen Menschen, die nach Deutschland eingewandert sind, macht die Gruppe der Migranten einen signifikanten Teil der Bevölkerung aus. Von diesen eingewanderten Personen besaßen 40 Prozent die deutsche Staatsangehörigkeit, während 60 Prozent ausländische Pässe hatten. Auffällig ist dabei das nahezu ausgeglichene Geschlechterverhältnis unter den Eingewanderten: 49,7 Prozent waren Männer und 50,3 Prozent Frauen.

Neben den 15,6 Millionen eingewanderten Personen gibt es weitere 2,5 Millionen Menschen unter 19 Jahren, die eine Einwanderungsgeschichte haben, da entweder sie selbst oder beide ihrer Elternteile eingewandert sind. Diese Zahl verdeutlicht die Relevanz der Einwanderung für die demographische Struktur Deutschlands.

Ein bedeutender Anteil der Eingewanderten stammt aus Polen (12 Prozent), gefolgt von der Türkei (9 Prozent) und Russland (7 Prozent). Fünf Prozent der Migranten kommen jeweils aus Syrien und der Ukraine.

Besonders hohe Anteile an Eingewanderten sind in einigen Städten zu verzeichnen, wobei Offenbach an der Spitze liegt: Dort beträgt der Anteil der Migranten 43 Prozent der Gesamtbevölkerung. Weitere Städte mit hohen Anteilen sind Pforzheim (39 Prozent), Heilbronn (37 Prozent), Frankfurt am Main (36 Prozent) und Ingolstadt (33 Prozent).