18. Juli, 2024

Politik

Joe Bidens Präsidentschaftskandidatur unter Druck: Trotz Rückschlägen selbstbewusst im Rennen

Joe Bidens Präsidentschaftskandidatur unter Druck: Trotz Rückschlägen selbstbewusst im Rennen

US-Präsident Joe Biden betont nach einem schwierigen Auftritt bei einem TV-Duell gegen seinen republikanischen Herausforderer Donald Trump seine Entschlossenheit, im Präsidentschaftsrennen zu bleiben. „Lassen Sie mich das so klar sagen, wie ich kann: Ich bleibe im Rennen. Ich werde Donald Trump schlagen“, erklärte der 81-jährige Präsident bei einem Wahlkampfauftritt in Madison, Wisconsin.

Der Demokrat sieht sich zurzeit mit erheblichem Gegenwind konfrontiert. Parteimitglieder und Großspender zweifeln öffentlich an seiner Eignung für eine weitere Amtszeit. Diese Entwicklungen haben den Druck auf Biden deutlich erhöht und Fragen darüber aufgeworfen, ob er dem Stand halten kann.

Dennoch präsentiert sich Biden kämpferisch. „Wenn man am Boden liegt, steht man wieder auf“, sagte er vor seinen begeisterten Anhängern. Er appellierte an die Dringlichkeit, gegen Trump anzutreten, den er als „größten Lügner und die größte Bedrohung“ bezeichnete.

Den Rückhalt aus seiner Partei und von Wählern könnte Biden gut gebrauchen, insbesondere nach dem desaströsen Auftritt im Fernsehen. Dort verlor er mehrfach den Faden und versuchte sich oftmals vergeblich zu fangen. Diese Performance hat eine landesweite Debatte darüber entfacht, ob Biden der richtige Kandidat für die Demokraten bei der anstehenden Präsidentschaftswahl im November ist.

Ungeachtet dessen zeigt sich der älteste US-Präsident in der Geschichte weiterhin fest entschlossen und betonte erneut seine Eignung für eine zweite Amtszeit. Der intensive Augenmerk auf seine öffentlichen Auftritte belastet ihn jedoch: Biden gibt selten TV-Interviews und tendiert dazu, vom Teleprompter abzulesen. Offenbar ist der Druck nun so groß, dass er dem TV-Journalisten George Stephanopoulos Rede und Antwort stehen will. Dieses bedeutende Interview soll zur besten Sendezeit ausgestrahlt werden und gilt als eine entscheidende Prüfung für Biden.

Obwohl Biden eigentlich die Präsidentschaftskandidatur seiner Partei fest in der Hand hat und bereits die erforderlichen Delegiertenstimmen bei den Vorwahlen gesammelt hat, bleibt unklar, ob er angesichts des anhaltenden Drucks durchhält oder das Handtuch wirft.